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Das 6. Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung ist das Hauptinstrument der EU zur Finanzierung von Forschungsvorhaben in Europa. Es wurde am 3. Juni 2002 angenommen und trat am 1. Januar 2003 in Kraft. Es wird über einen Zeitraum von fünf Jahren (2002-2006) laufen. Das Gesamtbudget des Programms beläuft sich auf 17,5 Milliarden Euro.
Das 6.Forschungsrahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung wird bis zum 31. Dezember 2006 laufen.
Ein Reihe von 'korrigierenden Maßnahmen' wurde Ende 2004 an den RP6-Programmen ausgeführt.
Das Sachverständigengremium, das die Fünfjahresbewertung der EU-Forschung (1999-2003) ausarbeitet, hat der Kommission im Februar 2005 einen Bericht
vorgelegt.
Ein offizieller Vorschlag zum ist für April 2005 vorgesehen.
Das RP7 wird 2007 in Kraft treten und bis 2010 laufen.
Das 6. Forschungsrahmenprogramm ist das finanzielle und rechtliche Hauptinstrument zur Schaffung eines . Der EFR ist derzeit eine der politischen Prioritäten im Bereich Wissenschaft und Forschung. Die Schaffung eines gemeinsamen Forschungsraums ist einer der Hauptbestandteile der Strategie, das auf dem Gipfeltreffen in Barcelona im März 2002 gesteckte Ziel zu erreichen, die Forschungsinvestitionen bis 2010 auf 3 Prozent des BIP anzuheben. Er ist außerdem eine rechtliche und politische Verpflichtung, die sich aus dem Vertrag von Amsterdam
ergibt.
Das Budget von RP6 beläuft sich auf 17,5 Milliarden Euro, welches knapp 4 Prozent des Gesamthaushalts der EU (2001) und 5,4 Prozent der gesamten (nicht-militärischen) öffentlichen Forschungsausgaben in Europa ausmacht.
Das 6. Forschungsrahmenprogramm ist in drei Hauptprioritätenbereiche unterteilt:
Schwerpunkt 1: Integration der europäischen Forschung
Das 6. Rahmenprogramm für Forschung konzentriert sich auf sieben Themenbereiche, um besser verhindern zu können, dass Forschungsbemühungen verdoppelt oder zu breit gestreut werden. Es wurden diejenigen Bereiche ausgewählt, die besonders wichtig für die Schaffung einer wissensbasierten Wirtschaft und Gesellschaft sind. Die Aktivitäten sollen zu einer Integration der Forschungsbemühungen und -aktivitäten in Europa sowie zur Entwicklung von europäischem Fachwissen und europäischen Kenntnissen beitragen.
Die 7 vorrangigen Themenbereiche sind:
Zusätzlich zu diesen sieben Bereichen umfasst das 6. RP im Rahmen der Verpflichtungen der EU unter dem Euratom-Vertrag einen achten traditionellen Wissenschaftsbereich, den der nuklearen Sicherheit. Dieser Bereich verfügt über ein Budget von 1,230 Millionen Euro, von denen 60 Prozent für die Entwicklung des internationalen ITER Kernfusionsreaktorprojekts bestimmt sind. Das restliche Budget ist für Entsorgung radioaktiver Abfälle, Strahlenschutz und Aktivitäten der Gemeinsamen Forschungsstelle auf diesem Gebiet vorgesehen.
Spezielle Maßnahmen, die einen breiteren Forschungsbereich betreffen:
Schwerpunkt 2: Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums
Bestrebungen in diesem Bereich sollten Verbindungen mit nationalen, regionalen und anderen europäischen Initiativen im Bereich der Forschung stärken.
Schwerpunkt 3: Stärkung des Grundpfeilers des Europäischen Forschungsraums
Dieser Schwerpunkt soll die Umsetzungsmaßnahmen vereinfachen und rationalisieren.
Instrumente für die Umsetzung des 6. Forschungsrahmenprogramms
Zwei neue Instrumente wurden für die Umsetzung des 6. RP geschaffen:
Eine hochrangige Sachverständigengruppe hat am 21. Juni 2004 ihren endgültigen Bericht zur Zwischenbilanz der neuen Instrumente des RP6 vorgestellt (siehe EurActiv 7 Juli 2004). Die Gruppe stand unter der Leitung von Dr. Ramon Marimon, früherer spanischer Staatsekretär für Wissenschaft und Technologie. Sein Mandat bestand darin, den Erfolg der neuen Instrumente des 6.RP bei der Erfüllung der Ziele des Programms - den Europäischen Forschungsraum zu strukturieren und zu entwickeln - zu beurteilen. In dem Bericht befasst sich mit den Stärken und Schwächen der neuen Instrumente und formuliert 12 Empfehlungen zur Überwindung der Schwächen. Die hohen Kosten und administrativen Hürden, die mit einer Teilnahme am 6.RP aufgrund der neuen Instrumente verbunden sind, sowie auch der Bedarf an mehr Klarheit in Bezug auf die Ziele der Instrumente werden besonders hervorgehoben.
Die Kommission veröffentlichte ihre Antwort auf den Marimon-Bericht am 27.August 2004 (siehe EurActiv 16 September 2004). Sie weist daraufhin, dass viele der Empfehlungen der Sachverständigen ihren eigenen Bewertung entsprechen und dass 'korrigierende Maßnahmen' in einigen Bereichen bereits ergriffen worden seien. Weitere Maßnahmen würden noch vor Ende des Jahres folgen.
Die Europäische Wissenschaftsstiftung (ESF), Alle Europäischen Akademien (ALLEA) und der Verband der Europäischen Universitäten (EUA) vertreten folgende Meinung:
Die Union europäischer Industrie- und Arbeitgebervereinigungen (UNICE) betont folgende Punkte:
Der Europäische Verband der Pharmazeutischen Industrien und Vereinigungen (EFPIA) empfiehlt, dass der thematische Bereich "Biowissenschaften, Genomik und Biotechnologie" die folgenden Zielsetzungen haben sollte:
Die Europäische Vereinigung für Handwerk und Kleine und Mittelständische Unternehmen (UEAPME) hebt die folgenden Punkte hervor:
Die Europäische Wissenschaftsstiftung (ESF) empfiehlt folgendes:
Euroscience, der europäische Verband für die Förderung von Wissenschaft und Technologie, äußert sich folgendermaßen: