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26. November 2009
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Energiemarkt auf dem Baltikum nimmt Gestalt an [DE][en][fr

Erschienen: Montag 22. Juni 2009   

Acht Ostseestaaten haben letzte Woche (17. Juni 2009) einen Plan gestartet, um Litauen, Lettland und Estland an das EU-Energienetzwerk anzuschließen, was zu einem Vorzeigeprojekt für die schwedische EU-Präsidentschaft im Ostseeraum werden könnte. 

Hintergrund:

Am 10. Juni 2009 besprach die Europäische Kommission eine weit reichende Strategie für den Ostseeraum, der sich auf die Säuberung der Umwelt und Energieverbindungen konzentriert (EurActiv vom 11. Juni 2009). Schweden hat die Umsetzung dieser Strategie zu einem seiner Hauptziele seiner rotierenden sechsmonatigen EU-Präsidentschaft erklärt, die im Juli beginnt. 

Als Teil der Strategie plant die Kommission eine Reihe von Energieinfrastruktur- und Restrukturierungsprojekten, die in dem „Baltic Energy Market Interconnection Plan“ (BEMIP) aufgeführt werden. BEIMP wurde erstmals im Oktober 2008 von José Manuel Barroso, dem Präsidenten der Europäischen Kommission angesprochen. 

Im November 2008 beriet die Europäische Kommission über ihre zweite Überprüfung der Energiestrategie. Der Entwurf für das Projekt sieht vor, die Fragen der Sicherheit von Energieversorgung anzusprechen und definiert Prioritäten im Bereich der Energieversorgung für die nächste Kommission. Man nannte die effektive Verbindung der Ostseeregion als eine der sechs Projekte mit Priorität (EurActiv vom 14. November 2009). 

Das Problem der Ostseestaaten, die Isolation von den europäischen Energienetzwerken, wurde nach der Krise zwischen der Ukraine und Russland Anfang 2009 akut, da dieser die Unterbrechung der Gaszufuhr in viele Länder unterbrach (EurActiv vom 22. Januar 2009). 

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Weitere Nachrichten:

Der baltische Energieverbindungsplan reagiert auf Aufrufe zu einem besser integrierten Strommarkt in der Ostseeregion, wie es von der zweiten Überprüfung der Energiestrategie im November 2008 hervorgehoben wurde. 

Schweden soll die Implemetierung des Plans im zweiten Halbjahr 2009 vorantreiben, nachdem es erklärt hatte die Entwicklung der Baltikum-Region zu einer der Prioritäten seiner EU-Ratspräsidentschaft zu machen. 

Der Plan zielt darauf ab, das Modell des liberalisierten skandinavischen Elektrizitätsmarktes auf die baltischen Staaten auszuweiten, als Basis für einen dortigen regionalen Markt. Dieser könnte dann in den skandinavischen integriert werden, sagte die Kommission. 

Die Entfernung geregelter Tarife und grenzübergreifender Beschränkungen, die die Aktivitäten der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) spalten und eine vollständige Öffnung des Marktes, werden als Schritte in Richtung eines integrierten Marktes betrachtet, die mit den Regeln für die Zukunft des internen Energiemarktes übereinstimmen (EurActiv vom 25. März 2009).  

Infrastrukturprojekte

Der Plan deckt eine Reihe von Elektrizitätsinfrastrukturprojekten für die Verbindung des Baltikums und Polens mit Skandinavien ab und soll das Elektrizitätsnetzwerk zwischen den drei baltischen Staaten verstärken. Eine zweite Reihe von Projekten soll eine Zusammenschaltung zwischen den skandinavischen Ländern, darunter auch der Fenno-Skan II Verbindung zwischen Finnland und Schweden ermöglichen. 

Eine getrennte Reihe von Stromverbindungsleitungen soll zwischen Polen und Deutschland verlaufen, um so genannte Stauinteraktionen (loop-flows) zu reduzieren, die aus Winderzeugung im Norden resultieren statt aus Marktintegration. 

Außerdem zielen die Ostseestaaten darauf ab, ihre Energiesicherheit zu verbessern, indem sie die Gasrouten und –quellen diversifizieren. Potentielle Projekte umfassen neue Verbindungsleitungen und Aufrüstungen der existierenden, um den Rückfluss zu ermöglichen und die Entwicklung von Flüssiggasanlagen und Gasspeicherung.

Unterstützung von Anreizfinanzierung

Energieinfrastrukturprojekte in der Region könnten über eine halbe Milliarde Euro zusätzlicher Unterstützung erhalten, da viele der vorgeschlagenen Projekte für Geld vom Europäischen Wirtschaftserholungsprogramm so die Kommission (EurActiv von 7. Mai 2005)

Die Isolation der baltischen Staaten zu beenden, die immer noch eine Form von Energieinsel repräsentierten, sei eine dringende Aufgabe, mit der man fertig werden müsse. Die Aktionen und Projekte betrachtend, die nun von den Ländern der Region übernommen worden seien, sei er sicher, dass dieses Ziel in der mittelfristigen Perspektive erreicht werden könne, so der Energiekommissar Andris Piebalgs. 

Dennoch wies Christian Kjaer, Geschäftsführer der European Wind Energy Association (EWEA) darauf hin, dass die Projekte im Bezug auf ÜNB schon seit einiger Zeit in Planung seien. Er sagte, ambitioniertere paneuropäische Pläne würden benötigt, um zu einem wirklich integrierten europäischen Energiemarkt zu gelangen. 

Eine Aufrüstung des existierenden Polen-Schweden Kabels sollte in zukünftige Pläne integriert werden.

Positionen:

Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso dankte der hochrangigen Arbeitsgruppe aus den acht Ostseestaaten für ihre Arbeit an dem Aktionsplan. „Die Unterzeichnung einer Einverständniserklärung reflektierte die Solidarität, die durch die Arbeit zwischen der Kommission und den Mitgliedsstaaten hierzu entstanden sei. Seit dem letzten Oktober habe man sich auf eine Reihe von Stufen geeinigt, die Energiesicherheit für die Ostseeregion zu erhöhen, sagte er. 

Die Europäische Windenergievereinigung (EWEA) begrüßte den Baltic Energy Market Interconnection-Plan als einen ersten Schritt in Richtung eines paneuropäischen Stromnetzwerkes in der Ostseeregion. 

Der europäische Energiemarkt sehe zurzeit etwas so aus, wie ein nicht fertig gestellter Flickenteppich, in dem einige Teile von dem Rest abgetrennt seien, so Christian Kjaer, der Vorsitzende von EWEA. Es sei wichtig, dass man alle Bereich zusammen bringe, um einen wahrlich verbundenen Energiemarkt zu schaffen. Nur dann wären Investoren sich über die wahren Risiken von Kohle und Gas in klaren, die durch Windenergie beseitigt würden, da es keine Preisschwankungen geben würde, sie am kosteneffektivsten seien und das Risiko in sie zu investieren, relativ gering sei.

Nächste Schritte:

  • Zweite Hälfte von 2009: Schwedische EU-Ratspräsidentschaft.
  • Oktober 2009: EU-Gipfel wird Strategie und Aktionsplan annehmen. 
  • Bis Ende 2009: Der Baltic Energy Market Interconnection Plan (BEMIP) wird eine Reihe von Projekten mit Prioritäten aufstellen, um die baltischen Staaten an regionale Energienetzwerke anzuschließen.

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