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3. Dezember 2009
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EBRD sieht Makel im osteuropäischen Modell [DE][en][fr

Erschienen: Montag 2. November 2009   

Die Makel im Wachstumsmodell Osteuropas seien von der Finanzkrise aufgedeckt worden und produktabhängige Länder wie Russland müssten ihre Industriebasis ausweiten, um krisenresistenter zu werden, sagte die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in einem jährlichen Bericht am Montag (2. November).

Hintergrund:

Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat viele Länder in den Wirkungsbereich der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) gebracht. Die Krise hat die in London ansässige Entwicklungsbank wiederbelebt, die am Ende des Kalten Krieges gegründet wurde, um den ehemaligen kommunistischen Volkswirtschaften bei der Anpassung an die freien Märkte zu helfen.

Im Jahre 2008 stellten die USA – der größte Anteilseigner – die Notwendigkeit der EBRD in Frage anhand des spektakulären Wirtschaftswachstums der Empfängerwirtschaften wie Polen und Russland.

Jetzt mit einem neu gefundenen Ziel, steigert die EBRD ihre Investitionen auf ein beispielloses Niveau mit dem Ziel, mit bis zu sieben Milliarden Euro Mittel- und Osteuropa bei ihrer größten wirtschaftlichen Herausforderung seit dem Fall der Berliner Mauer vor zwanzig Jahren zu helfen.

Sie beteiligt sich auch mit 6 Milliarden Euro an einem Paket der Weltbank und der Europäischen Investitionsbank mit einer Gesamtsumme von 24,5 Milliarden Euro über zwei Jahre für die Region.

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Auch die Entwicklungsbank, eine der größten Investoren bei der Umwandlung der Regionen nach dem Zusammenbruch des Kommunismus vor zwei Jahrzehnten, warnte, dass Risiken durch die Finanzmarktintegration besser gehandhabt werden müssten. 

Sie sagte, dass die Länder sich zu stark auf ausländische Banken und Geldflüsse in den Boom-Jahren verlassen hätten. Dies habe zu ihrer hohen Verwundbarkeit während der globalen Krise geführt. 

„Die EBRD-Ökonomen räumen ein, dass die Integration der Finanzmärkte Nachteile gebracht hat, indem sie Kreditbooms, Haushaltsüberschreitungen und eine Tendenz zur Aufnahme von Fremdwährungskrediten unterstützt hat", so die Ökonomen in ihrem Jahresbericht.

Aber während sich dieses in der Krise verschlimmert habe, bleibe Finanzmarktintegration mit dem Westen eine Wachstumsquelle und sollte nicht rückgängig gemacht werden.

„Dies bedeutet die Beschäftigung mit der Befangenheit bei Fremdwährungs-Leihen durch makroökonomische Politik, Regulierungen und die Schaffung von Rahmenrichtlinien und Infrastruktur zur Unterstützung von Finanzen in Landeswährung“, so die EBRD. 

Die EBRD wurde von einigen ihrer etwa 60 Staaten-Teilhaber kritisiert, weil sie Osteuropa sowie Zentralasien nicht über die Gefahren übermäßiger Kreditaufnahme im Ausland warnen konnte, bevor die Kreditkrise sich im letzten Jahr verschlimmerte. Osteuropa wurde weltweit mit drastischen Wachstums- und Budgetkürzungen am härtesten getroffen. Mehrere Länder waren gezwungen sich für  Notfall-Fonds an den IWF, die Weltbank und die Europäische Union zu wenden.

 

(EurActiv mit Reuters.)

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