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EPIA Business Development Unit Intern – Paid Internship
Interim Public Affairs Manager
Network and CrossLingual Projects Director
Account Executive in Public Affairs - Financial Services Practice
Policy advisor International Affairs
Writer/Web Editor - Native English
Consultant (Scientist) to work on the NERC-funded project "VALOR"
Stellenangebot registrierenEin bedeutender Bericht, der gestern (26. März 2009) auf dem European Business Summit vorgestellt wurde, drängt Regierungen in einem Versuch dazu, die klaffende Kompetenzlücke die sich über Europa ausbreitet zu schließen, indem arbeitslos werdende Angestellte, statt sie zu entlassen umgeschult werden.
Trotz der wachsenden Arbeitslosigkeit, können Millionen von Stellen in der EU nicht besetzt werden, so eine Studie, die der Unternehmensverband von Belgien durchgeführt hatte (EurActiv vom 3. März 2009).
Geschätzte vier Millionen offene Stellen wurden letztes Jahr nicht besetzt, da 18 Millionen arbeitslose Europäer nicht die richtigen Qualifikationen hatten, um diese auszufüllen.
Sprach- (EurActiv vom 14. Juli 2009), Informations- und Kommunikations-Fähigkeiten sind unter den Bereichen die hauptsächlich betont wurden (siehe EurActiv LinksDossier) und die verbessert werden müssen. Es wurde aber auch bemängelt, dass unternehmerische Bildung, im Gegensatz zu den USA schwach ausgeprägt sei und dies ein Hindernis für Innovation darstellen könnte.
Der Vorschlag, dass von der Regierung mitfinanzierte Umschulungsprogramme eingeführt werden, basiert auf einem Modell, das im Dezember 2008 von der niederländischen Regierung eingeführt wurde und öffentliche Gelder dafür verwendet, Angestellte in Unternehmen umzuschulen, die Arbeitsplätze abbauen wollen.
Durch den vorgeschlagenen Plan sollen Firmen dazu gebracht werden, es zu überdenken Angestellte zu entlassen oder kürzer arbeiten zu lassen und sich stattdessen um öffentliche Gelder zur Weiterbildung bewerben.
Der Bericht
über Kompetenzen und Innovation, der von der Wirtschaftshochschule INSEAD durchgeführt wurde zeigt, dass Europa in Grundkenntnissen und Allgemeinbildung relativ gut abschneide, aber trotzdem ein Problem habe, wenn es darum gehe in der globalen Wissensgesellschaft zu konkurrieren.
Die Studie besagt auch, dass ein hohes Bildungsniveau noch keine Garantie für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit darstelle.
Es zu versäumen Belegschaften mit den richtigen Fähigkeiten für modernes Wirtschaften auszustatten, könnte Europa Millionen kosten, so Bruno Lanvin, Geschäftsführer von eLab bei INSEAD und Autor des Berichtes, der gestern (26. März 2009) vorgestellt wurde.
Ohne schnelle und bedeutende Maßnahmen die benötigen Kompetenzen zu erlangen, würde ein Großteil von Europas Konjunkturplänen und vergangenen Investitionen verloren gehen. Europa solle sein Humankapital und sein Potenzial behalten und ausbauen, um als erster aus der Krise zu herauszukommen, so Lavin.
Der Bericht, der von Microsoft
und Shell
gesponsert wurde, rief zu einem „Europäischen Beschäftigungspakt“ zwischen Europas Lehrkräften, Arbeitgebern, Investoren, Politikern und Bürgern auf und nannte sechs Prioritäten die sofort umgesetzt werden sollten:
- der Start einer europaweiten Allianz des privaten und öffentlichen Sektors, um die Umschulung von überschüssigen Arbeitskräften in Krisenzeiten zu sichern;
- Umverteilung der Gelder des Europäischen Strukturfonds der des Zeitraums von 2007 bis 2013, der für Schulung und Umschulung vorgesehen ist, auf Sektoren die wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der Zeit nach der Krise sind;
- Indentifizierung und Aufstockung von erfolgreichen privaten und öffentlichen Initiativen und Partnerschaften (so wie JetNet
), die darauf abzielen, das Interesse von jungen Menschen Karrieren im Bereich Mathematik, Wissenschaft, Ingenieurswissenschaften, Informations- und Kommunikationswissenschaften und Umweltschutz zu wecken;
- Die Verbesserung und Entwicklung von hochrangigen Universitätspartnerschaften, um eine globale Wissensgesellschaft zu schaffen, die Europa braucht um die Vorteile der Lissabonstrategie zu nutzen und um ein Vorreiter der Innovation zu werden;
- Das Anregen von Kompetenzmobilität innerhalb Europas, sowie zwischen Europa und anderen Teilen der Welt und
- Die innovativen Ansätze von Bildung, insbesondere durch elektronisches Lernen und Fernkurse, aber auch durch Wettbewerb und Innovation zu fördern.
Der Bericht wurde vom Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Günter Verheugen, vorgetragen der sagte, dass Kompetenz für die Kommission der zentrale Punkt für das Nachfolgeabkommen der Lissabonagenda
sei.
Beim Ansprechen der Plenarsitzung des European Business Summit, mit dem Titel „Is Europe Really Daring and Caring?“ („Ist Europa wirklich wagemutig und mitfühlend“), sagte der belgische Premierminister Hermann Van Rompuy, Europas Sozialmodell gerate durch die Wirtschaftkrise unter Druck. Er sagte, dass die zwei Prioritäten für die Zukunft seien, Wege zu finden, die alternde Bevölkerung Europas zu finanzieren und den europäischen Binnenmarkt zu stärken. Man brauche auch einen gemeinsamen Markt für Energie, um den Klimawandel zu bekämpfen, die Preise niedrig zu halten und Wachstum zu schaffen. Man müsse das System reformieren, um zu überleben, sagte er.
Rudi Thomaes, Geschäftsführer der Vereinigung der belgischen Unternehmen sagte, dass die Unternehmen eine dynamischere und kulturbewusste Belegschaft bräuchten. Man brauche Menschen, die transnationale, interkulturelle Teams leiten könnten und Menschen die mit Veränderungen umgehen und Innovation vorantreiben könnten.
Weiter sagte Thomaes, dass es eine starke Verbindung zwischen dem Aufbau von Kompetenzen und Wettbewerbsfähigkeit gebe. Eine Reihe von skandinavischen Ländern spiele in der Spitzenliga, im Bezug auf die Fähigkeitsentwicklung mit, andere Länder jedoch, besonders in Ost- und Südeuropa hätten enorme ungenutzte Humanressourcen.
Frank Brown, Dekan der Wirtschafthochschule INSEAD sagte, Mobilität von fähigen Beschäftigten sei zwar entscheidend, warnte jedoch, dass diese derzeit weltweit behindert würde. Er fuhr fort, dass Bildung der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum sei und verlangte mehr Partnerschaften zwischen der Wirtschaft und den Unternehmen.
Die Qualifikationskrise gründe auf dem Problem des Generationenkonfliktes und wird lange Zeit brauchen, bis sie gelöst sei. Jedoch werde die Geschichte zeigen, dass es keinen besseren Zeitpunkt gebe, als in einer Krise, um in Menschen zu investieren, sagte er.
Der Vorsitzende von Microsoft International Jean Philippe Courtois, sagte, dass Europa sich auf Innovation als Weg aus der Wirtschaftskrise konzentrieren sollte. Wenn die Innovation nicht das Herz der Konjunktur- und Rettungspakete sei, wäre die Chance der wirtschaftlichen Erholung sehr gering.
Hans van der Loo, Vorsitzender des Europäischen Verbindungsbüros bei Shell, betonte die Wissenschaftliche Bildung. Man verwende mehr und mehr Technologie, jedoch seien junge Menschen kaum an Karrieren in den Feldern Naturwissenschaft oder Mathematik interessiert. Er sagte der Status der Lehrer habe abgenommen, weil der Wohlstand abnehme und dies habe negative Auswirkungen darauf, wie Naturwissenschaften an Schulen unterrichtet würden.
Der Vizepräsident der Europäischen Kommission Günter Verheugen, sagte die Vorbereitung für eine neue Strategie zum Ersetzen der Lissabon-Agenda liefe und solle nächstes Jahr verabschiedet werden. Er sagte auch, dass ein eindeutiger Konsens darüber erreicht wurde, dass der neue Plan einen stärkeren Schwerpunkt auf Innovation, Fähigkeiten und Ausbildung legen soll. Überall wo Europa Marktführer sei, komme dies nicht weil man billiger sei, sondern weil man am besten sei.
Lucas D. Papademos, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank sagte, die EZB habe unkonventionelle Methoden verwendet, um die Auswirkungen der Krise auf die gesamte Wirtschaft abzumildern und würde für die Zukunft über andere Maßnahmen nachdenken. Jedoch wies er die Annahme zurück, dass ein global koordiniertes Konjunkturpaket benötigt werde. ´
Professor Jagdish Bhagwati von der Columbia University, New York diskutierte die breiteren Folgen der Wirtschaftkrise und sagte, dass Protektionismus in Europa und den USA zunehme. Weiter sagte er, dass Menschen in den USA, die am schlimmsten von der Rezession getroffen worden, sich nun auf ihre Familien verlassen müssten oder, aufgrund des Fehlens von sozialen Sicherheitsnetzen wie in Europa, sich auf den Straßen wieder fänden.