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20. August 2008
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Interview: Lissabon-Agenda muss aktualisiert werden [DE][en][fr

Erschienen: Montag 30. Juni 2008   

Neue weltweite Herausforderungen wie der Klimawandel und die Kraftstoff- und Lebensmittelkrise machten eine Aktualisierung der Lissabon-Agenda für Wachstum und Beschäftigung notwendig, sagte der rumänische Europaabgeordnete Daniel Daianu (ALDE) in einem Interview mit EurActiv.

Daianu, Professor für Wirtschaftswissenschaften und ehemaliger Wirtschaftsminister, richtete kürzlich eine Veranstaltung im Europäischen Parlament aus, bei der junge Unternehmen aus ganz Europa anwesend waren.

Auf die Frage, ob sein Interesse an der Entwicklung eines Unternehmergeistes unter jungen Menschen mit den Zielen der Lissabon-Agenda übereinstimme, räumte er ein, dass Europa in vielerlei Hinsicht hinterherhinke, wenn es um globalen Wettbewerb gehe, insbesondere hinsichtlich Universitäten und Forschungszentren, die im weltweiten Vergleich an der Spitze stehen. Er verwies jedoch auch auf „die enorme Vielfalt der Leistungen der einzelnen Mitgliedstaaten. Insbesondere stellte er skandinavische Unternehmen, wie Nokia, als besonders gute Akteure heraus.

„Die Tatsache, dass wir ein Technologieinstitut errichten, wie das in Budapest, zeigt, dass jüngst anerkannt wurde, dass wir hinterherhinken und nicht die notwendige Tatkraft besitzen“, sagte Daianu.

Der Europaabgeordnete begrüßte den kürzlich angenommenen Small Business Act als einen Schritt in die richtige Richtung, um die Lissabon-Agenda voranzutreiben. Er erkannte den komparativen Nutzen kleinerer Unternehmen an, doch gestand ein, dass in der gegenwärtigen Situation, die von Finanzkrisen und angespannten Kreditmärkten geprägt sei, „Banken große Namen bevorzugen“.

Der rumänische Europaabgeordnete wies die Annahme zurück, das geschichtliche Erbe Osteuropas würde bedeuten, dass der Unternehmergeist dort nicht derart vorhanden ist, wie dies im Westen der Fall ist. Doch gestand er ein, dass „es einige Zeit gedauert hat, bis die Menschen in Mittel- und Osteuropa in dieser Hinsicht gewachsen sind“.

„Ich sage nicht, dass es in Mittel- und Osteuropa Kopien eines Bill Gates gibt. Aber nach zwei Jahrzehnten können wir eine Liste erfolgreicher Geschäftsleute vorlegen, Menschen, die nicht in zwielichtige Geschäfte verwickelt sind und gut funktionierende Unternehmen leiten, die etwas zum Staatshaushalt beitragen und auf den europäischen Märkten konkurrieren“, sagte Daianu.

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier.

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