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23. November 2009
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Unternehmen dazu aufgerufen “grüne Innovation” zu unterstützen [DE][en][fr

Erschienen: Montag 15. Juni 2009   

Europäische Unternehmen laufen Gefahr, durch ihre abwartende Strategie den Zug des „grünen Wachstums“ zu verpassen, warnten EU-Beamte und Unternehmensführer.

Karl Falkenberg, Generaldirektor für Umwelt bei der Europäischen Kommission sagte, dass Europa nicht länger warten könne, um die „Begrünung“ seiner Wirtschaft voranzutreiben.

Diverse Wirtschaftsorganisationen hätten die Kommission in den letzten Monaten angesprochen und ihre Strategien über grüne Innovation gelobt, sagte er und weiter, dass sie diesen folgen würden, aber jetzt noch nicht. Solch eine Einstellung, die in Zeiten einer Finanzkrise verständlich sei, sei nicht vertretbar, sagte er. 

Man solle keine Fehleinschätzung abgeben, Märkte würden nicht warten, sagte Falkenberg bei einer Debatte des European Policy Centre in Brüssel über „Innovation und Kreativität als Triebkraft für nachhaltige Entwicklung“. Allein in den USA sagte er, seien im Konjunkturpaket Obamas nahezu 100 Milliarden Dollar für F&E vorgesehen worden.  

Falkenberg merkte an, dass die EU vom Erfolg der USA, Forschung in auf dem Markt verfügbare Produkte zu übersetzen, lernen könne und warnte, dass diese 100 Milliarden Dollar in Form von innovativen Produkten bald hier auf dem europäischen Markt landen würden und wenn man nicht mehr tue, würde man die Führung verlieren die man zurzeit habe. 

Experten sind sich einig, während die meisten Technologien bereits existieren, fehlt es an der Einsetzung, was das Risiko birgt, dass die EU in der Transformation von Weltklasseforschung und -patenten in echte Produkte zurückfallen wird. 

Duncan Botting, Vorsitzender des schottischen European Green Energy Centre (SEGEC) drängte Politiker dazu, sich auf die Verwendung der existierenden innovativen Forschung zu konzentrieren. Man solle nicht von mehr F&E sprechen, davon gebe es bereits genug, sagte er. Laut Botting gebe es reichlich geistiges Eigentum das in der EU bereits zur Verfügung stehe und darauf warte eingesetzt zu werden. 

Dörte Fouquet, Direktorin der European Renewable Energies Federation hatte eine kritischere Meinung über die Bemühungen der EU und sagte, dass die Ziele zu erneuerbaren Energien der Union nicht ansatzweise weit genug gingen. Sie fügte hinzu, dass es den Zielen der EU an klaren politischen Leitlinien fehle, was es schwer mache diese zu erreichen, da die europäischen Länder mit den Entwicklungsländern darum wetteiferten, die innovativsten „grünen“ Lösungen zu finden. Es stünde eine schwere Aufgabe bevor, folgerte sie. 

Die Lösung, wie sie von Astrid Severin, der leitenden Managerin von Greenovate! Europe vorgeschlagen wurde, sei eine verbesserte Aufnahme der Innovationsergebnisse. Dies sollte erreicht werden, schlug sie vor, indem mehr grünes öffentliches Auftragswesen gefördert würde, das als vollständiger „Innovations- und Unterstützungsrahmen“ angelegt sei und von einer systematischem Nutzung von ambitionierten Ökostandards profitiere, um die leistungsschwächsten Produkte vom Markt zu entfernen.

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