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Head of Unit - Corporate Services M/F (Grade AD 10)
Permanent representative in Madrid
Principal, Border Management Staff College (P5)
Junior Scientific and Technical Advisor
Assistant Communications & Public Affairs Departments
Head of Section, responsible for high-performance computing and data handling
Stellenangebot registrierenNach einem langen Konsultationsverfahren zu dem 2003 veröffentlichten Grünbuch zum Unternehmergeist veröffentlichte die Kommission im Februar 2004 einen Aktionsplan für Unternehmergeist, der sich auf Maßnahmen in fünf Politikbereichen konzentriert: unternehmerische Mentalität, Anreize für Unternehmer, Wachstum & Wettbewerbsfähigkeit, Finanzierung und Abbau der Bürokratie.
Die Kommission wird konkrete Vorschläge zu den Aktivitäten und erforderlichen finanziellen Ressourcen ausarbeiten, um die wichtigsten Maßnahmen des Aktionsplans in ihrem jährlichen Arbeitsprogramm für 2004 und 2005 umzusetzen.
Berichte über den Aktionsplan werden ab 2005 in den Berichterstattungs-Mechanismus der Europäischen Charta für kleine Betriebe integriert werden.
Eine zweite Runde wichtiger Maßnahmen wird im Jahr 2006 eingeleitet.
Unter 'Unternehmergeist' versteht die Kommission "die Denkweise und der Prozess, eine Wirtschaftstätigkeit zu schaffen und aufzubauen, indem Risikobereitschaft, Kreativität und/oder Innovation mit einem soliden Management in einer neuen oder einer bestehenden Organisation gepaart sind".
Kleine (weniger als 50 Angestellte) und mittlere (weniger als 250 Angestellte) Unternehmen (KMU) werden als das Rückgrat der europäische Wirtschaft betrachtet, da sie Arbeitsplätze für Millionen von europäischen Bürgern schaffen und die Grundlage für wirtschaftliche Innovation bilden. Nichtsdestotrotz sind die Bedingungen in der EU für diese Betriebe und Unternehmensgründungen weniger günstig als in den USA. Hinzu kommt, dass Unternehmergeist und die Risikobereitschaft europäischer Bürger nicht ebenso ausgeprägt ist wie in den USA. Aus einer im Jahr 2002 durchgeführten Umfrage von Eurobarometer geht hervor, dass EU-Bürger weniger geneigt sind als US-Bürger, Unternehmer zu werden und Risikos einzugehen. Auch nach ihrer Gründung wachsen Unternehmen in der EU zumeist langsamer als entsprechende Unternehmen auf der anderen Seite des Atlantiks. Weiter erschwert wird die Lage in Europa dadurch, dass die Bedingungen für neue Unternehmen von Land zu Land unterschiedlich sind.
Die EU has dieses Problem erkannt und hat im Jahr 2000 Unternehmertum zu eine der Prioritäten der erklärt. Daraufhin ergriff die Kommission eine Reihe von Initiativen zur Unterstützung kleinerer Betriebe in der EU. Im Januar 2003 verabschiedete sie ein Grünbuch zu Unternehmergeist in Europa
, das Debatten zwischen politischen Entscheidungsträgern, Unternehmen, repräsentative Organisationen und Experten über die Frage anregen sollte, wie Unternehmergeist in Europa gefördert werden kann. Zentrale Fragen des Grünbuchs: 'Mehr Unternehmer - Wie können wir dieses Ziel erreichen?' und 'Wie kann erreicht werden, dass mehr Unternehmen wachsen'.
Im Anschluss an den Beratungsprozess zum Grünbuch veröffentlichte die Kommission am 11. Februar 2004 ihren ' Aktionsplan: Europäische Agenda für unternehmerische Initiative
'. Der Aktionsplan soll einen strategischen Rahmen für die Förderung von Unternehmertum bilden sowie bestehende Aktivitäten, insbesondere im Rahmen des Mehrjährigen Programms für Unternehmen und Unternehmergeist 2000, ergänzen.
Der Aktionsplan soll mehr Menschen dazu ermutigen, Unternehmen zu gründen und die Bedingungen für ihren Erfolg verbessern. Die Kommission hat in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit eines 'koordinierten Ansatzes' betont. Mitgliedstaaten, Organisationen und lokale Behörden müssten gemeinsam auf dieses Ziel hinarbeiten. Um die Lage von Unternehmertum in der EU zu verbessern, schlägt die Kommission Maßnahmen in fünf verschiedenen strategischen Bereichen vor:
Auf seinem im März 2004 verabschiedete der Europäische Rat Schlussfolgerungen zum Thema 'Förderung von unternehmerischer Initiative'. In den Schlussfolgerungen wird Unternehmergeist als einen der wichtigsten Motoren für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Wachstum anerkannt und es wird betont, dass es für die Erfüllung der Ziele von Lissabon von äußester Wichtigkeit ist, dass mehr Menschen dazu ermutigt und ausgebildet werden, Unternehmer zu werden. Ferner wurden die Kommission und die Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, unternehmerische Denkweisen durch Bildung und Ausbildung zu fördern, das rechtliche Umfeld zu verbessern, den Zugang zu Finanzmitteln zu erleichtern und den Dialog zwischen Unternehmern und politischen Entscheidungsträgern zu stärken.
Am 29.Juli 2004 hat die Kommission Einzelheiten der wichtigsten Maßnahmen
im Rahmen des Aktionsplans für unternehmerische Initiative vorgelegt. Beschrieben werden 38 Unter-Maßnahmen und Ziele sowie ihre Auswirkungen. In dem Dokument werden auch die Rolle der verschiedenen mitwirkenden Akteure (Kommission, nationale und regionale Behörden sowie Unternehmen nahestenden Organisationen) dargelegt und Beispiele vorbildlicher Praxis beschrieben.
Das Europäische Parlament hat am 23.Oktober 2003 auf eigene Initiative hin einen Bericht verabschiedet, in dem es die Mitgliedstaaten auffordert:
UNICE, die Union der Industrie- und Arbeitgeberverbände Europas, unterstützt den Aktionsplan der Kommission, wobei sie betont, dass bessere Rahmenbedinungen unabdingbar sind, will Europa Unternehmergeist fördern. UNICE hält eine Reihe von Maßnahmen für notwendig, um dies zu erreichen: Aufnahme von Unternehmertum-Unterricht in den Lehrpläne, Steuerleichterungen für Unternehmen, besserer Zugang zu Finanzmitteln und Beseitung administrativer Hürden. UNICE rief den Frühjahrsgipfel, der vom 25. bis 26.März 2004 stattfand, dazu auf, Unternehmertum ganz oben auf seine Prioritätenliste zu setzen.
UEAPME, die Europäische Union für Handwerk und kleine und mittlere Unternehmen, begrüßt die im Aktionsplan vorgeschlagenen Maßnahmen und Ziele. Gleichzeitig drängt sie jedoch darauf, dass die Kommission einige der wichtigsten Maßnahmen, wie beispielsweise die (für 2006 vorgesehene) 'Vereinfachung der Beschäftigungsvorschriften für Mikrounternehmen' früher als vorgesehen verwirklicht. UEAPME vertritt die Auffassung, dass die beschwerlichen und komplexen Beschäftigungsvorschriften auch weiterhin einen der größten Hindernisse für die Anstellung neuer Arbeitskräfte in Europa durch kleine und Mikrounternehmen darstellten.
EUROCHAMBRES, die Vereinigung der Europäischen Industrie- und Handelskammern, hat den Aktionsplan ebenfalls begrüßt, obwohl er in einigen Bereichen noch weiter hätte gehen können, um dem Lissabon-Prozess Auftrieb zu geben. Insbesondere kritisierte die Vereinigung das Versäumnis, klare Ziele zu setzen und einen detaillierten Zeitplan für die Umsetzung festzulegen. Darüber hinaus fordert sie die Durchführung konkreterer Maßnahmen in Bereichen wie Bildung, die Förderung weiblicher Unternehmerinnen und die Unterstützung grenzüberschreitender Aktivitäten der kleinen und mittleren Betriebe.