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30. August 2008
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Klimawandel: USA wertet Bericht über Sicherheitsbedrohungen aus [DE][en][fr

Erschienen: Freitag 27. Juni 2008   

Während der Klimawandel als solcher die USA weniger beeinflussen würde, ist es wahrscheinlich, dass der steigende Meeresspiegel und die Rohstoffknappheit in Drittstaaten zu einer Reihe von Komplikationen führen wird, die die nationale Sicherheit in den Vereinigten Staaten „ernsthaft gefährden“ könnten, heißt es in einem neuen US-Geheimdienstbericht. 

Der weltweite Klimawandel werde in den kommenden 20 Jahren weitreichende Auswirkungen auf die nationale Sicherheit der USA haben, sagte das US-amerikanische National Intelligence Estimate (NIE) über die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf die nationale Sicherheit bis 2030. Der Bericht wurde am 25. Juni 2008 veröffentlicht.

Wie die USA werde auch Europa weniger ernsthaft von den negativen Folgen des Klimawandels als solchem betroffen sein, erklärte der Bericht. Veränderungen des Wetters, Missernten, Fluten und Dürren würden jedoch bereits bestehende Probleme wie Armut, soziale Spannungen, Verschlechterung des Zustands der Umwelt, unwirksame politische Führung und schwache politische Institutionen in Drittstaaten verschlimmern.

Dies könnte wiederum einen Dominoeffekt und somit weitereichende Auswirkungen für die US-amerikanische und die globale Wirtschaft haben, so das Dossier, das gemeinsam von den Militär- und Sicherheitsagenturen der USA erstellt wurde. 

Subsahara-Afrika, der Nahe Osten und Teile Asiens werden vermutlich am schwersten getroffen sein; dies könnte zu einer verstärkten Migration in Richtung Norden führen, da die Menschen vor dem raueren Klima flüchten. Dies wird als ein besonderer Sorgenpunkt angeführt, da die Empfängerländer weder die notwendigen Ressourcen besäßen noch das Interesse hätten, diese Klima-Migranten aufzunehmen, heißt es im Bericht.

Der Text ist der Dritte dieser Art, der seit etwas mehr als einem Jahr in den USA erstellt wurde. Die CNA Corporation, ein militärischer Think Tank, veröffentlichte im April 2007 einen Bericht, der warnte, das der Klimawandel zu politischer Instabilität, ebenso wie zum Scheitern von Staaten, Kriegen wegen knappen Rohstoffen und Millionen von Klima-Flüchtlingen (EurActiv vom 17. April 2007) führen werde. Im November 2007 sagte das Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS), dass der Klimawandel dass Ende der Globalisierung bedeuten könnte (EurActiv vom 8. November 2007).

Unterdessen sprach Javier Solana, der EU-Außenbeauftragte, ähnliche Warnungen für Europa aus. Der Kontinent müsse sich auf erhöhten Wettbewerb um schwindende Ressourcen, auf Flüchtlingswellen von Klima-Migranten sowie auf Energiekriege vorbereiten, so ein Bericht, der während des Frühjahrsgipfels im März 2008 den Staats- und Regierungschefs der EU vorgelegt wurde (EurActiv vom 11. März 2008).

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