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Europäische Produktionen machen drei Viertel der Programme zu Hauptsendezeiten aus, so eine neue Studie die gestern (28. Mai 2009) veröffentlicht wurde und der weit verbreiteten Meinung, dass amerikanische Sendungen am beliebtesten seien, widersprach.
Die Studie
die gestern veröffentlicht wurde, wurde von Attention Limited, Oliver & Ohlbaum Associés, Ramboll Management und Headway International, im Namen der Europäischen Kommission durchgeführt.
Die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie), welche die ‚Richtlinie Fernsehen ohne Grenzen’ aus dem Jahr 1989 ersetzt verlangt, dass die europäischen Fernsehsender ‚den Großteil’ ihrer Sendezeit für europäische Sendungen verwenden und wenigstens zehn Prozent davon, oder ihrer Budgets auf unabhängige europäische Produktionen.
EU-Recht zufolge müssen die Mitgliedstaaten sicherstellen, dass die Anbieter von On-Demand visuellen Mediendiensten die Produktion von und den Zugang zu europäischen Werken vorantreiben.
Eine weitere Studie, die Anfang des Monats herausgegeben wurde fand heraus, dass letztes Jahr eine Rekordzahl an Filmen in der EU produziert wurden und dass der Kinoeinlass zu europäischen Filmen hoch blieb (EurActiv vom 12. Mai 2009).
Europäische Programme und Filme machen 74 Prozent der Sendezeit aus. 33,4 Prozent wurde an unabhängige europäische TV-Produktionen gegeben, so die unabhängige Studie
, die von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben wurde.
EU-Recht sieht vor, dass die europäischen Fernsehsender, die ‚Mehrheit’ ihrer Sendezeit europäischen Werken zur Verfügung stellen (siehe `Hintergrund’).
Europäische Produktionen vorherrschend …
In der Tat erfüllten die meisten Fernsehsender die untersucht wurden, die 50-prozentige Quote europäischer Produktionen, so der Bericht.
Öffentliche Fernsehsender senden in der Regel einen höheren Anteil an europäischen Produktionen (78 Prozent), als Privatsender (51,4 Prozent), beides während des gesamten Tagesprogramms und insbesondere während den Spitzenzeiten.
Der Grund dafür ist, dass ihr öffentlich rechtlicher Status sie zu Aushängeschildern der Förderung nationaler Kultur macht sowie zu deren Schutz des audiovisuellen Erbes, sowie europäischen Produktionen im Allgemeinen, so das Fazit.
Unter den bekannten Fernsehsendern, die es versäumt haben, die 50-Prozentgrenze zu respektieren gehören Five und Sky One in Großbritannien, Canal+ in Polen und RTL-TVI im französischsprachigen Belgien.
Die Erkenntnisse, die auf Daten von 2007 aus 30 europäischen Ländern basieren beweisen, dass die europäischen Programme und Filme sehr populär sind, so die Kommission.
…amerikanischer Inhalt beliebt
Fast alle europäischen Fernsehsender kaufen US Programme (sowohl TV-Serien und Hollywoodfilme), aber der Anteil aus Südostasien wächst stetig, so der Bericht.
Unterdessen bestätigte der Bericht ebenfalls, dass obwohl der sich der Verkauf verbessere, es nur eine kleine Anzahl von Ländern geschafft habe Showformate erfolgreich global zu vermarkten.
Elf der vierzehn erfolgreichsten europäischen Exporte in die USA kommen aus Großbritannien, darunter „The Office”, „Dancing with the Stars” und „Hell’s Kitchen“.
Amerikanische Produktionen machen 56 Prozent der europäischen Fernsehkanäle aus im Vergleich zu nur drei Prozent von einem anderen EU-Land. 23 Prozent der Gesamtkosten für Anschaffung gehen an Programme, die ausserhalb Europas und der USA produziert wurden, im Vergleich zu 14 Prozent für einheimische Produktionen.
Europäische Programme beherrschen Videos-on-demand
Videos-on-demand, dass von vielen Fernsehkanälen angeboten wird besteht fast ausschließlich aus europäischen Inhalten, so die Studie, mit mehr als 90 Prozent der Studie, die bestimmen, dass europäische Inhalte mehr als drei Viertel dieses Marktes ausmachten.
Dies steht im scharfen Kontrast zu unabhängigen Video-on-demand Dienstleistungen, bei denen nur ein Viertel des Programms aus europäischem Inhalt besteht.
Die Befunde lassen die Kommission zu dem Schluss kommen, dass es wichtig sei die Entwicklung des Video-on-demand in Europa zu beobachten, damit ein kulturell diverser Inhalt gefördert werden kann.
Der größte Teil der Videos-on-demand sind archivierte Berichte und Wiederholungen.
Der Vizepräsident der europäischen Kommission, Jacques Barrot, der in Abwesenheit von Viviane Reding für Informationsgesellschaft zuständig ist, die für Europawahlen kandidiert, begrüßte das Interesse der Zuschauer an Europäischen Werken und sagte, die Studie zeige, dass die europäische Vielfalt, die von der audiovisuellen Politik der EU vorangetrieben wird, ein Wert sei der von der Mehrheit der Europäer geteilt werde.
Jedoch drückte der Kommissar seine Überzeugung aus, dass man besser als das tun könnte und dass die Sendung der Werke auch weiter verstärkt werden könnte.
Besonders müsse man das Potential der On-Demand Dienste ausnutzen, um lokalen und europäischen Inhalt quer über Europa zu verbreiten und dadurch die kulturelle Vielfalt und unabhängige Produktion weiter zu verstärken, so Barrot.