ThemenRubriken
MiniRubriken
EPIA Business Development Unit Intern – Paid Internship
Interim Public Affairs Manager
Network and CrossLingual Projects Director
Account Executive in Public Affairs - Financial Services Practice
Policy advisor International Affairs
Writer/Web Editor - Native English
Consultant (Scientist) to work on the NERC-funded project "VALOR"
Stellenangebot registrierenMasdar, eine Stadt mit 100% erneuerbarer Energie und null CO2, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten gebaut werden soll, könnte ein Vorbild für die europäischen Städte sein, so Bürgermeister und Industrievertreter auf einer Konferenz für Regionalpolitik in Brüssel.
Herkunft für 80% der EU-Bürger und 70% der Treibhausgas-Emissionen spielen städtischen Gebieten eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels. Aber der Zugang der Städte zu Fördermitteln für grüne Politik erweist sich als schwierig.
Am 10. Februar 2009 haben mehr als 350 europäische Städte, die sich als Vorreiter im Kampf der EU gegen den Klimawandel verpflichten, eine Vereinbarung der Bürgermeister/innen unterzeichnet, worin sie sich festlegen, die Klimaziele der Union bis 2020 zu übertreffen (EurActiv vom 11. Februar 09).
Masdar, eine Stadt im Emirat Abu Dhabi, wird das neue ‘Silicon Valley’ für saubere, grüne und alternative Energie werden, so die Planer. Die Stadt einst Sitz von rund 1.500 sauberen Technologieunternehmen mit 40.000 Bewohnern und 50.000 Pendlern werden.
Das Konzept der Stadt wurde Vertretern von Kommunen und Unternehmen während der „Offenen Tagen“ der Europäischen Kommission in Brüssel vorgestellt.
“Masdar wird ein Beispiel für optimierte Verfahren im Umweltbereich, eine Demonstration dessen, was möglich ist”, erklärte Sanad Ahmed, hochrangiger Projektmanager der Stadt. Das Hauptziel Masdars ist es 100% erneuerbare Energien zu nutzen, vollkommen CO2-frei zu sein und keinerlei Abfall zu produzieren. Die Stadt wird außerdem Sitz des Masdar Instituts für Wissenschaft und Technologie.
Die EU ist zunehmend bestrebt ihre städtischen Gebiete in ihre ehrgeizigen Klimaziele einzubinden. Städte sind für zweidrittel von Europas Treibhausemissionen verantwortlich. Damit werden sie zu einem Kernelement für das EU-Klimaziel, Treibhausgase bis 2020 um 20% zu reduzieren.
"Viele der Technologien, die in Masdar verwendet werden, können auch in anderen Städten angewandt werden", sagt Steve Fludder, Vizepräsident von General Electric. "Der einzige Unterschied ist, dass die meisten europäischen Städten einen Übergang brauchen", fügte er hinzu.
Andere wiesen darauf hin, dass Europas alte Städte teure Renovierung erfordern würden, um den Masdar-Ambitionen zu entsprechen.
Michel Delebarre, Bürgermeister von Dünkirchen mit dem drittgrößten Hafen Frankreichs, und Jarosław Kochaniak, stellvertretender Bürgermeister von Warschau, wiesen darauf hin, dass viele EU-Städte im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört worden sind. "Wenn meine Vorgänger die gleichen Mittel und Sorgen hätten, die wir heute haben, wäre meine Stadt anders wieder aufgebaut worden, so Delebarre.
Nichtsdestotrotz haben viele europäische Städte Initiativen ergriffen, um Energieverschwendungen einzudämmen.
Kochaniak sagte, Warschau arbeitet bereits seit den letzten 5-7 Jahren an der Senkung des Energieverbrauchs, insbesondere in den Bereichen öffentlicher Verkehr und in der Abfall-Infrastruktur.
Auf der anderen Seite bemerkte Carlos Garcia Rojas, Bürgermeister der spanischen Stadt Motril, seine Stadt beabsichtige bis zum Jahr 2020 mindestens 20% der Energie aus Solar- und Windkraft zu gewinnen. Alle Straßenlaternen sind ersetzt worden, sagte er, wodurch der Energieverbrauch um 45% verringert wurde. Und weitere Energie wird im Sommer eingespart, wenn die Temperaturen in öffentlichen Gebäuden nie unter 20 ° C abgesenkt werden.
Schlüsselrolle für lokale Behörden
Die Bürgermeister betonten, dass die Ausbildung der Bürger zu mehr Energieeffizienz eine der Hauptaufgaben auf lokaler Ebene sei.
“Die Lissabon-Strategie hat vergessen, die Menschen zu gewinnen”, bedauerte Klaus Klip, Generalsekretär der Versammlung der Regionen Europas (VRE), die 270 Regionen aus 33 Ländern vereint.
Der Bürgermeister von Dünnkirchen berichtete von einer Bildungsaktion, bei der ein Hubschrauber alle Gebäude der Stadt für eine Thermographie-Analyse fotografierte. Die Bewohner konnten dann die Höhe des Energieverbrauchs ihrer Häuser einsehen und bekamen Zuschüsse zur Teilnahme an Maßnahmen zur Verringerung der Energieverschwendung.
Kochaniak aus Warschau betonte die Rolle der EU-Finanzierung. "Auch wenn die EU keine direkten Kompetenzen in städtischen Angelegenheiten habe, kann Zusammenarbeit und sektorspezifische Politik in den Bereichen Verkehr, Umwelt und Soziales Auswirkungen auf die Fähigkeit der Städte haben wie diese mit den Herausforderungen umgehen", sagte er.
Warschau ist der größte Empfänger von EU-Mitteln in Polen.