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Stellenangebot registrierenObgleich die KPMG-Studie über die Folgen der geplanten neuen EU-Chemikalienpolitik die Ergebnisse der Kommission im Großen und Ganzen bestätigt, wirft sie einige schwerwiegende Fragen bezüglich der Folgen für Unternehmen und Klein- und Mittelbetriebe sowie für nachgeschaltete Anwender auf.
Aufgrund des nicht enden wollenden Streits um die Auswirkungen von REACH auf die europäische Chemikalienindustrie hat die Kommission ausnahmsweise der Forderung nach zwei zusätzlichen Folgenabschätzungen nachgegeben:
Eine hochrangige Stakeholder-Gruppe, die sich aus Vertretern der drei EU-Institutionen, von Nichtregierungsorganisationen und Industrie zusammensetzte, war mit der Aufsicht über diese Studien beauftragt worden. Die für die Umwelt- und Unternehmenspolitik der Kommission verantwortlichen Abteilungen unterzeichneten eine Einverständniserklärung
[auf Englisch] mit den europäischen Industrieverbänden UNICE und Cefic (Europäischer Rat der Verbände der Chemischen Industrie), in der sie sich auf die Bedingungen einigten.
Beide Seiten einigten sich darauf, dass die KPMG-Studie die potentiellen Auswirkungen von REACH auf die gesamte Chemikalien-Angebotskette untersuchen sollte, d.h. von den Herstellern bis zu den nachgeschalteten Anwendern, wie beispielsweise die Automobilindustrie. Vier Industriesektoren wurden ausgewählt: Fahrzeugherstellung, elektronische Geräte, Verpackungen und nichtorganische Materialien (Metalle). Im Juli 2004 erhoben zwei NGOs der hochrangigen Stakeholder-Gruppe – WWF und das Europäische Umweltbüro (EUB) – Widerspruch gegen die in der KPMG-Studie verwendete Methodologie ein, da diese parteiisch gewesen sei und die Kostenszenarien übertreibe.
Die REACH-Folgenabschätzung von KPMG für den Verband der europäischen Chemikalienindustrie (Cefic) und den Arbeitgeberverband UNICE wurde am 27. April veröffentlicht.
In der endgültigen Fassung des Berichts betont KPMG, dass die Studie nicht darauf abziele, eine allgemeine Bewertung der makroökonomischen Folgen, etwa für das BIP oder die Beschäftigung, durchzuführen. Vielmehr liefere die Studie auf der Grundlage von Interviews mit Industrievertretern verschiedene Fallstudien.
Die wichtigsten Ergebnisse der Studien sind die folgenden:
EU-Industriekommissar Verheugen und Umweltkommissar Dimas erläuterten in ihrer Reaktion auf die Folgenabschätzung übereinstimmend, dass in der Gruppe eine äußerst konstruktive Debatte stattgefunden habe. Außerdem betonten sie, dass die KPMG-Studie keinen größeren Beitrag zu der Debatte leiste, da sie die meisten Schlussfolgerungen der von der Kommission durchgeführten Folgenabschätzung lediglich bestätige. Verheugen sagte, es gebe hinsichtlich der Debatte „Licht am Ende des Tunnels“. Ferner erklärte er ausdrücklich, dass „REACH die europäische Chemikalienindustrie nicht ruinieren würde“ und dass die „finanzpolitische“ Debatte über die Kosten nunmehr beendet sei.
Auf einer Pressekonferenz betonten UNICE und Cefic, dass das Ziel der Studie nicht darin bestanden hätte, die „direkten oder indirekten Kosten aus makroökonomischer Sicht“ zu quantifizieren. Vielmehr sollten die „Mechanismen der Unternehmensentscheidungen….der gesamten Angebotskette“ untersucht werden. Klaus Mittelbach vom Bund der Deutschen Industrie (BDI) erläuterte, dass die Ergebnisse des neuen Berichts mit denjenigen der für die Industrie ausgeführten Folgenabschätzung von Arthur D. Little aus dem Jahr 2003 „vergleichbar“ seien.
Die Unternehmensvertreter gaben an, die Schlussfolgerungen der KPMG-Studie zu unterstützen. Sie betonten außerdem die folgenden Aspekte:
Die Industrie schlägt mehrere Verbesserungen vor. Am wichtigsten sei es, dass in der Phase vor der Registrierung diejenigen Substanzen priorisiert werden würden, die am gefährlichsten seien.
Die Umweltschutzorganisationen WWF und das Europäische Umweltbüro (EUB) kritisieren die „parteiische Methodologie“ zwar nach wie vor; sie kommen aber zu dem Schluss, dass der Bericht die Schreckszenarien der Industrie widerlege und in Übereinstimmung mit der Folgenabschätzung der Kommission sei. Darüber hinaus betonten sie: