Das Reiseverhalten der Franzosen

Die eigene Heimat bleibt das Lieblingsziel der Franzosen. Sie wollen auf die Vorzüge des eigenen Landes nicht verzichten. In einer Sommerserie fasst EURACTIV.de die Ergebnisse der Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen zusammen. Heute: die Franzosen. Morgen: die Russen.

Franzosen urlauben am liebsten dort, wo sie nicht auf ihr Baguette verzichten müssen. Foto: dpa
Franzosen urlauben am liebsten dort, wo sie nicht auf ihr Baguette verzichten müssen. Foto: dpa

Die eigene Heimat bleibt das Lieblingsziel der Franzosen. Sie wollen auf die Vorzüge des eigenen Landes nicht verzichten. In einer Sommerserie fasst EURACTIV.de die Ergebnisse der Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen zusammen. Heute: die Franzosen. Morgen: die Russen.

Die Franzosen waren skeptisch, ob sie in dieser Urlaubssaison verreisen  würden. Über zwei Fünftel der Bürger (43%) planten 2011 keine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen, und weitere 18 Prozent konnten sich diesbezüglich noch nicht festlegen.

Die Bewohner im Süden des Landes erwiesen sich hierbei als besonders zurückhaltend – nicht einmal jeder Dritte gibt an, 2011 zu verreisen. Diejenigen, die die Reiselust packte, wollten zum Großteil in Frankreich Urlaub machen.

Die Befragung zeigt, dass 44 Prozent zwischen der eigenen Mittelmeer- und Atlantikküste ihre Ferien verbringen wollten. Besonders die Bezieher eines kleinen oder mittleren Einkommens, aber auch die älteren Franzosen denken überdurchschnittlich oft an einen Urlaub in der Heimat.

Unter den Auslandszielen liegen die nordafrikanischen Destinationen im Trend. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Franzosen auf die gegenwärtig unsichere Lage in Ägypten und Tunesien reagieren und ob sie nicht vielleicht doch andere Ziele bevorzugen werden.

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Besserverdienende suchen Fernreisedestinationen

Jeder fünfte Franzose träumt von einem Urlaub in den USA / Kanada – kinderlose Paare annähernd doppelt so häufig wie Singles oder Familien. Neben einem Urlaub rund um das Mittelmeer wollen die Franzosen zudem gerne in die Karibik, nach Asien oder zu den Inselparadiesen im Indischen Ozean reisen. Dies muss man sich jedoch auch leisten können – und so überrascht es nicht, dass besonders die Besserverdienenden an Fernreisedestinationen Interesse zeigen.

Aber auch innerhalb der nächsten zehn Jahre bleibt die eigene Heimat das Lieblingsziel der Franzosen. Der Franzose weiß die Vorzüge des eigenen Landes zu schätzen und will auch im Urlaub nicht auf die eigene Kultur und Sprache, die landestypische Umgebung und die kulinarischen Genüsse verzichten.

Dagegen bleiben auch in Zukunft französische Touristen in Deutschland eher eine Seltenheit – lediglich jeder sechzehnte Franzose plant einen Urlaub in der Bundesrepublik.

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Hintergrund

Die Stiftung für Zukunftsfragen versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Öffentlichkeit und Politik. Wie schon das BAT Freizeit-Forschungsinstitut stand auch die Stiftung zunächst unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Horst W. Opaschowski. Im Rahmen seiner langjährigen Forschungsarbeit am BAT Institut hat er sich schon frühzeitig gesellschaftlichen Zukunftsfragen gestellt und Zukunftsstudien veröffentlicht. Seit 2011 hat Prof. Dr. Ulrich Reinhardt die wissenschaftliche Leitung der Stiftung inne.

Links

EURACTIV.de: Wie die Europäer ihr Reiseziel auswählen (10. August 2011)

EURACTIV.de: Das Reiseverhalten der Briten (11. August 2011)

EURACTIV.de: Das Reiseverhalten der Italiener (12. August 2011)

EURACTIV.de: Das Reiseverhalten der Spanier (15. August 2011)

EURACTIV.de: Das Reiseverhalten der Dänen (16. August 2011)

EURACTIV.de: Das Reiseverhalten der Niederländer (17. August 2011)

EURACTIV.de: Das Reiseverhalten der Polen (18. August 2011)

Weitere Informationen der Stiftung für Zukunftsfragen finden Sie hier.