Übersicht zu Homo-Rechten und Diskriminierung
Die Menschenrechte sind verbrieft, doch die Realität von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern sieht nicht überall rosig aus. Darauf verweist der Europäische Lesben- und Schwulenverband ILGA-Europe. Zum Internationalen Tag gegen Homophobie veröffentlicht der Dachverband eine Übersicht, wie es um die Homo-Rechte in Europa bestellt ist. Das Ergebnis: Ein europäisches Inselvolk ist besonders tolerant, auf einer anderen Insel herrscht grobe Diskriminierung.
Die Menschenrechte sind verbrieft, doch die Realität von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern sieht nicht überall rosig aus. Darauf verweist der Europäische Lesben- und Schwulenverband ILGA-Europe. Zum Internationalen Tag gegen Homophobie veröffentlicht der Dachverband eine Übersicht, wie es um die Homo-Rechte in Europa bestellt ist. Das Ergebnis: Ein europäisches Inselvolk ist besonders tolerant, auf einer anderen Insel herrscht grobe Diskriminierung.
Der 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie. Eine aktuelle Übersicht der Europäischen Lesben und Schwulen-Vereinigung ILGA-Europe zeigt, dass die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen oder Transgendern (LSBT) innerhalb der EU sehr unterschiedlich respektiert werden. Kein EU-Land könne behaupten, Schwulen und Lesben eine volle rechtliche Gleichstellung zu garantieren, zeigt der
Homophobie-Index von ILGA-Europe.
Besonders positiv wird die Situation in Großbritannien, in Spanien und in Schweden bewertet. Wichtige Fortschritte werden Deutschland und Portugal bescheinigt.
Unverändert kritisch ist die Lage dagegen in Italien, Malta und Lettland. Das EU-Schlusslicht ist Zypern. Dort werden nach Ansicht von ILGA-Europe Menschenrechte von LSBT-Personen grob verletzt und es wird offen diskriminiert. In der Ukraine ist die Lage für Lesben und Schwule am gefährlichsten: Das Land wird auf der europäischen
Landkarte der Homophobie noch negativer bewertet, als etwa Weißrussland, Türkei, Russland, Mazedonien, Aserbaidschan oder Armenien.
ILGA-Europa
ILGA-Europa ist der europäische Zweig der Internationalen Lesben und Schwulen-Vereinigung ILGA. Der europäische NGO-Dachverband hat über 200 Mitgliedsorganisationen und setzt sich für Gleichberechtigung und Menschenrechte der lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgender (LSBT) Personen in Europa ein.
In der Übersicht hat ILGA-Europe die Gesetze und die bürokratische Praxis für jedes Land in 24 Kategorien erfasst und bewertet. Die Skala reicht dabei von 17 Punkten (höchster Wert: Respekt der Menschenrechte und volle rechtliche Gleichstellung von LSBT-Personen) bis -7 (niedrigster Wert: grobe Verletzung der Menschenrechte und Diskriminierung von LSBT-Personen).
Bewertung der Gleichstellung
Die Bewertungskategorien sind u.a.:
– Einbeziehung von LSBT-Personen in die Antidiskriminierungsgesetze
– Gesetze Regelungen, damit Transsexuelle den rechtlichen Status ihres Gechlechts ändern dürfen
– Rechtliche Anerkennung von Homo-Paaren und deren Elternrechten
– Respekt der Versammlungsfreiheit für LSBT-Personen
– Gleichstellung von Homosexuellen bei den gesetzlichen Schutzalter-Regeln für sexuelle Handlungen
red
Links
ILGA-Europe: Informationen zum Rainbow Europe Map und zum Rainbow Europe Index (16. Mai 2011)
Beiträge zum Thema auf EURACTIV.de
EU-Richter: Ehe und Homo-Paare rechtlich gleich (10. Mai 2011)
CSD-Verbote in Osteuropa: "Wir haben uns nicht zu verstecken" (22. Februar 2011)