EU, Ukraine und Slowakei sprechen über Erdgas-Lieferungen

Die EU-Kommission hat für Donnerstag Gespräche über eine Umkehr des Erdgasflusses von der EU in die Ukraine angekündigt.

Euractiv.de
Foto: Rolf Kurschat / pixelio.de
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Die EU-Kommission hat für Donnerstag Gespräche über eine Umkehr des Erdgasflusses von der EU in die Ukraine angekündigt.

Damit soll die Bevölkerung dort im Fall einer russischen Sperre versorgt werden. An dem Treffen in Bratislava nehmen einer EU-Sprecherin zufolge Energiekommissar Günther Oettinger sowie Minister aus der Slowakei und der Ukraine teil. Es solle eine Absichtserklärung zur Lieferung von Erdgas aus der Slowakei in die Ukraine vorbereitet werden. Am Montag seien dann Gespräche zwischen der EU, Russland und der Ukraine geplant.

Oettinger versucht, eine Vereinbarung zwischen der Slowakei und der Ukraine über eine Umkehr des Gasflusses einzufädeln. Zurzeit wird russisches Erdgas über vier Pipelines durch die Ukraine in die Slowakei transportiert. Zwar ist ein Wechsel der Richtung technisch möglich – innerhalb des EU-Leitungssystems kann er seit 1998 vollzogen werden. Experten zufolge würde eine Umrüstung neun Monate dauern und etwa 20 Millionen Euro kosten. Unter den richtigen technischen Voraussetzungen sei das Umschalten dann eine Sache von Stunden.

Der russische Energiekonzern Gazprom wirft der Ukraine vor, Gaslieferungen im Wert von 2,2 Milliarden Dollar nicht bezahlt zu haben. Die Regierung in Moskau hat gedroht, das Nachbarland nur noch per Vorkasse zu versorgen. Dadurch könnte auch der Transport russischen Erdgases nach Westeuropa durch die Ukraine beeinträchtigt werden. Die EU deckt etwa ein Drittel ihres Gasbedarfs aus Russland ab.