Matthias Fekl: Ein Deutschfranzose in Frankreichs Regierung

Matthias Fekl ist der neue französische Staatssekretär für Außenhandel, Tourismus und Auslandsfranzosen. Der Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter ist in Frankfurt am Main geboren und in Berlin aufgewachsen. EURACTIV Frankreich berichtet.

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Foto: flickr
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Matthias Fekl ist der neue französische Staatssekretär für Außenhandel, Tourismus und Auslandsfranzosen. Der Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter ist in Frankfurt am Main geboren und in Berlin aufgewachsen. EURACTIV Frankreich berichtet.

Dank eines Skandals ist Matthias Fekl Mitglied des französischen Kabinetts: Sein Vorgänger, Thomas Thévenoud, hatte am 9. September seinen Rücktritt bekanntgegeben, nach nur neun Tagen im Amt. Offiziell geht er aus persönlichen Gründen, aber in Wirklichkeit hat er seit drei Jahren keine Steuererklärung abgegeben.

Mit 36 Jahren ist Matthias Fekl unter den jüngsten Mitgliedern der Regierung. In seine Zuständigkeit fällt das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen die EU und die Vereinigten Staaten (TTIP). Matthias Fekl ist jetzt Staatssekräter für Tourismus, Außenhandel und Auslandsfranzosen.

Der neue Minister wurde 1977 in Frankfurt am Main geboren, als Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter. Er ist in Berlin aufgewachsen. Nach seinem Abitur studiert er an mehreren französischen Hochschulen: „Ecole normale supérieure“, „Science Po“ und „ENA“. Ein idealer Lebenslauf, um sich für höchste Staatfunktionen zu bewerben.

Von 2005 bis 2010 arbeitet er beim Verwaltungsgericht in Paris, und dann mit Jean-Pierre Bel, derzeit Präsident des Senats. Er ist seit 2001 Mitglied der sozialistischen Partei (PS)

Pascal Perrineau, Forscher am Centre de recherches politiques de Science Po, meint, Fekl habe „echte Fähigkeiten. Als junger Abgeordnete hat er gezeigt, dass er seine Arbeitsthemen gut kennt.“

Mit seiner doppelten Staatsbürgerschaft wäre Fekl ein idealer Kandidat für das Amt des Staatssekretärs für Europafragen gewesen. Aber während der letzten Kabinettsumbildung im April wurde dieser Posten an Harlem Désir, ehemaliger Vorsitzender der PS, übertragen.

Pascal Perrineau zufolge wird Fekls Berufung keine Folgen für die Beziehungen zwischen Paris und Berlin haben. „Die Probleme zwischen beiden Ländern sind keine Probleme von Personen. Deutschland denkt, dass Frankreich nicht genug tut, um die Maastricht-Kriterien zu einzuhalten.“