Die Türkei verurteilt Drohnenangriffe auf zwei Schiffe im Schwarzen Meer

Das türkische Außenministerium erklärte, die Schiffe seien angegriffen worden, nachdem sie am späten Montagabend den russischen Hafen Noworossijsk verlassen hatten, und mehrere Besatzungsmitglieder seien verletzt worden.

AFP
Ukrainian Sea Corridor in Odesa
Russland und die Ukraine haben ihre Angriffe auf Frachtschiffe verstärkt. [Foto Ukrinform/NurPhoto via Getty Images]

Türkische Behördenvertreter teilten am Dienstag mit, dass bei einem Drohnenangriff auf zwei zivile Schiffe im Schwarzen Meer Besatzungsmitglieder verletzt worden seien.

Das Außenministerium erklärte, die Schiffe seien angegriffen worden, nachdem sie am späten Montagabend den russischen Hafen Noworossijsk verlassen hatten, und mehrere Besatzungsmitglieder seien verletzt worden. „Ihre Lage wird aufmerksam beobachtet“, fügte es hinzu.

„Wir sind zutiefst besorgt über den eskalierenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine im Schwarzen Meer, der trotz unserer zahlreichen Warnungen Auswirkungen auf die zivile Schifffahrt hat“, erklärte das Ministerium.

Es forderte alle Parteien auf, „dringend konkrete Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer zu ergreifen“, und warnte, dass andernfalls die Lebensmittelversorgung beeinträchtigt werden könnte.

Laut der Beobachtungsseite MarineTraffic fahren die beiden Schiffe, die vom Ministerium als „Yasar“ und „Nadezhda“ identifiziert wurden, unter panamaischer bzw. kamerunischer Flagge, gehören jedoch türkischen Unternehmen.

Russland und die Ukraine haben ihre Angriffe auf Frachtschiffe seit mehreren Wochen verstärkt. Ende Juni wurde ein türkisches Fischereifahrzeug im Schwarzen Meer vor der Küste der Krim angegriffen; dabei gab es einen Toten und vier Verletzte.

Ende Mai hatte die Türkei nach einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff vor einer „unkontrollierten Eskalation“ in der Schwarzmeerregion gewarnt. Die ukrainische Marine behauptete, eine russische Drohne habe das Schiff angegriffen.