Norwegen erhöht Terrorwarnstufe

Norwegen hebt seine Terrorwarnstufe von „mittel“ auf „hoch“ an. Der Grund sind verstärkte Bedrohungen gegen jüdische und israelische Einrichtungen im Land, wie der Polizeisicherheitsdienst mitteilte.

EURACTIV.com
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Norwegen hat die fünfstellige Terrorwarnstufe von drei auf vier erhöht, wie der Polizeisicherheitsdienst des Landes am Dienstag (8. Oktober) mitteilte. [Shutterstock/Trygve Finkelsen]

Norwegen hebt seine Terrorwarnstufe von „mittel“ auf „hoch“ an. Der Grund sind verstärkte Bedrohungen gegen jüdische und israelische Einrichtungen im Land, wie der Polizeisicherheitsdienst mitteilte.

Norwegen hat die fünfstellige Terrorwarnstufe von drei auf vier erhöht, wie der Polizeisicherheitsdienst des Landes am Dienstag (8. Oktober) mitteilte.

„In Norwegen hat sich vor allem die Bedrohung für jüdische und israelische Ziele weiter verschärft“, erklärte der leitende Berater des Sicherheitsdienstes, Eirik Veum, gegenüber der norwegischen Presseagentur NTB.

Neben der Eskalation des Nahostkonflikts seien weitere Faktoren ausschlaggebend dafür, dass die Terrorgefahr angehoben wurde, fuhr er fort.

Die Spannungen im Nahen Osten haben bereits Anfang des Monats zu Angriffen auf israelische Botschaften in Kopenhagen und Stockholm geführt. Der schwedische Geheimdienst vermutet, dass diese von lokalen kriminellen Netzwerken im Auftrag des Iran verübt wurden.

„Zukünftig werden wir verstärkt beobachten, wie staatliche Akteure kriminelle Netzwerke für terroristische Aktivitäten nutzen könnten und welche Konsequenzen dies für die Bemühungen der Polizei gegen diese Organisationen hat“, erklärte die Generaldirektorin der Sicherheitsdienste, Marie Benedicte Bjørnland.

Auf Grundlage der Bedrohungsanalyse entschied Bjørnland zudem, die Polizeistreifen landesweit vorübergehend zu bewaffnen.

„Die Entscheidung beruht darauf, dass die Polizei im Falle eines Terroranschlags schneller handeln kann, um den Anschlag zu verhindern, das Ausmaß des Schadens zu begrenzen oder einen laufenden Anschlag zu stoppen“, fügte Bjørnland hinzu.

In Norwegen sind Polizeibeamte bei Routinepatrouillen in der Regel unbewaffnet. Waffen werden sicher in Streifenwagen aufbewahrt und nur mit Genehmigung von Vorgesetzten eingesetzt. Dieser Ansatz spiegelt Norwegens Engagement für eine Strategie der gewaltfreien Polizeiarbeit und seinen Fokus auf öffentliche Sicherheit mit minimalem Einsatz von Gewalt wider.

[Bearbeitet von Jeremias Lin/Kjeld Neubert]