Österreichs Ex-Außenministerin wandert nach Russland aus
Die ehemalige österreichische FPÖ-Außenministerin Karin Kneissl wandert nach Russland aus, um dort einen Think-Tank zu leiten. 2018 hatte sie Schlagzeilen gemacht, als sie auf ihrer Hochzeit mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin tanzte.
Die ehemalige österreichische FPÖ-Außenministerin Karin Kneissl wandert nach Russland aus, um dort einen Think-Tank zu leiten. 2018 hatte sie Schlagzeilen gemacht, als sie auf ihrer Hochzeit mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin tanzte.
Kneissl war von 2017 bis 2019 Außenministerin Österreichs, ist aber seither wegen ihrer prorussischen Haltung zunehmend in Ungnade gefallen. Nun hat sie die Leitung des Gorki-Zentrums übernommen, einer Denkfabrik, die mit der Universität St. Petersburg verbunden ist und sich mit Geopolitik beschäftigt.
„Ich war die Mitbegründerin des Gorki-Zentrums und leite es. Da es dort viel Arbeit gibt und das Zentrum viel Aufmerksamkeit braucht, kann ich das nicht nebenbei machen, und ich habe beschlossen, für diese Arbeit nach Sankt Petersburg zu ziehen“, sagte sie am Dienstag gegenüber TASS.
Kneissl sagte, dass sie bereits alle Papiere, wie etwa ein Arbeitsvisum, erhalten habe und „in eine Wohnung in St. Petersburg gezogen“ sei.
Der Kreml soll ihr beim Umzug nach Russland geholfen haben. Sogar Kneissls Ponys seien mit einem russischen Militärflugzeug ins Land geflogen worden, berichteten das russische Medium Insider.
Kneissl gehört zu den prominentesten ehemaligen europäischen Politikerinnen, welche in den letzten Jahren einen Job in Russland angenommen haben.
Im Jahr 2021 war sie einen Sitz im Aufsichtsrat des russischen Ölgiganten Rosneft angetreten, verließ ihn aber im Mai letzten Jahres nach monatelangem öffentlichem Druck infolge des russischen Einmarsches in der Ukraine.
Kneissl war zuvor bereits 2022 von Österreich nach Frankreich ausgewandert.
In einem Interview mit RTL sagte sie damals, dass ihr Weggang nicht freiwillig war und dass sie Österreich wegen eines „faktischen Arbeitsverbots“ und vieler Anfeindungen „verlassen musste.“