Schwedische Kampfflugzeuge für die Ukraine?
Wie schwedische Medien am Dienstag berichteten, könnte die schwedische Regierung die Streitkräfte des Landes am Donnerstag anweisen, die Bedingungen für eine mögliche Lieferung schwedischer Gripen-Kampfjets an die Ukraine zu prüfen.
Wie schwedische Medien am Dienstag berichteten, könnte die schwedische Regierung die Streitkräfte des Landes am Donnerstag anweisen, die Bedingungen für eine mögliche Lieferung schwedischer Gripen-Kampfjets an die Ukraine zu prüfen.
In den letzten Monaten hatten mehrere Länder auf Bitten von Kyjiw die Lieferung von Kampfflugzeugen an die Ukraine in Betracht gezogen. Die Regierung von Präsident Volodymyr Zelenskyj hofft, mit den modernen Jets strategische Nachteile bei der Abwehr von Russland auszugleichen.
Nun hat auch die schwedische Regierung die Streitkräfte um eine Einschätzung gebeten, wie sich die Verlegung von Kampfflugzeugen vom Typ Gripen der Firma Saab auf die Verteidigungsfähigkeit Schwedens auswirken würde und wie schnell das Land neue Ersatzflugzeuge erhalten könnte.
Die schwedischen Streitkräfte sollen ihre Antwort im November vorlegen, woraufhin die Regierung entscheiden wird, ob die Kampfjets in die Ukraine geschickt werden, berichtete Radio Ekot.
Dem Medienbericht zufolge ist Kyjiw daran interessiert, eine Division von 16 bis 18 Gripen zu erhalten.
Ukrainischen Piloten trainieren bereits mit den schwedischen Kampfflugzeugen. Die Bereitstellung der Jets wurde auch während des Besuchs von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Schweden im vergangenen Monat diskutiert.
Magdalena Andersson, die ehemalige Ministerpräsidentin und heutige Vorsitzende der größten schwedischen Oppositionspartei, forderte damals die Regierung auf, die Lieferung von Gripen-Jets an die Ukraine zu genehmigen.
Sie wies jedoch darauf hin, dass der Beitritt Schwedens zur NATO eine Bedingung hierfür sein müsse.
„Schweden ist ein geografisch großes Land, wir müssen uns selbst verteidigen. Wir sind noch nicht in der NATO“, sagte auch ihr Nachfolger, Ministerpräsident Ulf Kristersson, im August gegenüber TV4.
Er schloss daher eine Lieferung vor dem Beitritt aus, da das Land die Kampfflugzeuge selbst benötige.