Arbeitsmarktöffnung: Auch Spanien will Rumänen und Bulgaren warten lassen [DE]
Nach Großbritannien und Irland hat auch Spanien entschieden, den Zugang bulgarischer und rumänischer Arbeitnehmer zum spanischen Arbeitsmarkt zu beschränken.
Nach Großbritannien und Irland hat auch Spanien entschieden, den Zugang bulgarischer und rumänischer Arbeitnehmer zum spanischen Arbeitsmarkt zu beschränken.
Eine Woche nach der Ankündigung Großbritanniens, den Zugang bulgarischer und rumänischer Arbeitnehmer zum britischen Arbeitsmarkt zu beschränken, hat die spanische Regierung entschieden, diesem Beispiel zu folgen. Spanien hatte bereits für die Arbeitnehmer aus den 2004 beigetretenen neuen Mitgliedstaaten eine zweijährige Übergangsregelung eingeführt und wird diese Politik nun im Falle Rumäniens und Bulgariens fortsetzen.
Nach Angaben der spanischen Regierung leben und arbeiten bereits etwa 400.000 Rumänen und 160.000 Bulgaren in Spanien, die Hälfte von ihnen illegal. Die Öffnung des Arbeitsmarktes wäre mit einer Legalisierung dieser illegalen Arbeitskräfte gleichzusetzen. Wegen der Sprachverwandtschaft wird damit gerechnet, dass Spanien und Italien insbesondere für rumänische Arbeitnehmer zu den wichtigsten Zielländern gehören werden.
Bulgarien und Rumänien werden der EU am 1. Januar 2007 beitreten. Bislang sehen nur Tschechien, Estland, Finnland, Polen, die Slowakei und Schweden eine Öffnung ihrer Arbeitsmärkte vor. Nach dem geltenden Europarecht können Bulgaren und Rumänen aber in alle Mitgliedstaaten als Touristen oder Selbständige einreisen.
Die EU hatte das Jahr 2006 als Europäisches Jahr der Arbeitnehmermobilität ausgerufen.