Britische Regierung geht gegen Kindesmissbrauch vor
Personen, die mit Kindern arbeiten, sind künftig gesetzlich verpflichtet, jeden sexuellen Missbrauch von Kindern zu melden, andernfalls drohen Sanktionen.
Personen, die mit Kindern arbeiten, sind in Großbritannien künftig gesetzlich verpflichtet, jeden sexuellen Missbrauch von Kindern zu melden, andernfalls drohen Sanktionen.
Der Schritt wurde im vergangenen Jahr von der Independent Inquiry into Child Sexual Abuse (IICSA) empfohlen, einer Untersuchung, in der untersucht wurde, wie die Institutionen des Landes ihre Sorgfaltspflicht zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch erfüllen. Dem Bericht zufolge haben rund 7.000 Opfer ausgesagt.
„Die Dauer der Ermittlungen und der strafrechtlichen Verfolgung von Fällen sexuellen Missbrauchs von Kindern war und ist nach wie vor sehr besorgniserregend“, heißt es in dem Bericht, der auch die strafrechtliche Verfolgung von Personen empfiehlt, die mit Kindern arbeiten und Hinweise auf sexuellen Missbrauch nicht melden.
„Der Schutz von Kindern ist eine kollektive Anstrengung. Jeder Erwachsene muss unterstützt werden, um sexuellen Kindesmissbrauch ohne Angst zu melden“, sagte Braverman laut der Pressemitteilung des Innenministeriums.
Am Sonntag geriet die konservative Innenministerin wegen einiger Kommentare, die sie bei der Diskussion über eine neue Grooming-Task-Force machte, in die Kritik. Braverman hob britische pakistanische Männer hervor, die sich über Banden hermachen, und beschuldigte die Behörden, aus Angst, als „rassistisch“ abgestempelt zu werden, bei Anzeichen von Missbrauch „ein Auge zuzudrücken“, wie The Guardian berichtete.
Die EU arbeitet auch an Gesetzen, um den sexuellen Missbrauch von Kindern weiter zu bekämpfen. In formellen Kommentaren zu einem Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Material über sexuellen Kindesmissbrauch (CSAM) hoben die EU-Länder die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die schnelle Entfernung solchen Materials und die Beweissicherung als problematisch hervor.
Der Vorschlag löste eine Kontroverse aus, da er die Möglichkeit vorsieht, dass Justizbehörden Aufdeckungsanordnungen für Anbieter von Kommunikationsdiensten erlassen können, bei denen ein erhebliches Risiko besteht, dass sie Material über sexuellen Kindesmissbrauch verbreiten. Dadurch könnten Dienste wie WhatsApp oder Gmail dazu aufgefordert werden, KI-gesteuerte Tools zu implementieren, um ihre Plattform automatisch zu scannen und den verdächtigen Inhalt an die zuständige Behörde zu melden.