Brüssel setzt auf einen Sieg Englands gegen Argentinien

Die EU-Exekutive feuert die Mannschaft mit „vielen Spielern irischer Abstammung“ an. Der Sieger des Spiels am Mittwoch trifft in der WM-Finale auf Spanien, das am Dienstagabend den Favoriten Frankreich mit 2:0 besiegte.

/ EURACTIV.com
Norway v England: Quarter Final – FIFA World Cup 2026
Wird England im WM-Finale auf Spanien treffen? [Foto: Patrick Smith - FIFA/FIFA via Getty Images]

Die Europäische Kommission hat angekündigt, die englische Fußballnationalmannschaft bei ihrem WM-Halbfinalspiel am Mittwoch gegen Titelverteidiger Argentinien zu unterstützen.

„Wir wünschen der englischen Mannschaft und ihren vielen Spielern irischer Herkunft alles Gute für ihr Halbfinalspiel gegen Argentinien heute Abend“, sagte Olof Gill, stellvertretender Chefsprecher der Europäischen Kommission und irischer Staatsbürger, gegenüber Reportern. „Und ja, natürlich hoffen wir auf ein rein europäisches Finale.“

Diese Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund sich verbessernder Beziehungen zwischen London und Brüssel, wobei Keir Starmer, der scheidende britische Premierminister, seit seinem Amtsantritt im Jahr 2024 einen „Neustart“ in den Beziehungen zur EU anstrebt. Das Vereinigte Königreich hatte 2016 für den Austritt aus der EU gestimmt und die Union 2020 offiziell verlassen.

Britische, spanische und EU-Kommissionsvertreter unterzeichneten am Dienstag in Brüssel zudem ein historisches Abkommen, mit dem alle physischen und landseitigen Grenzkontrollen zwischen Spanien und Gibraltar abgeschafft werden – einem britischen Territorium, das nicht unter das Brexit-Abkommen zwischen der EU und Großbritannien fiel.

Viele englische Spieler haben enge Verbindungen zur EU, insbesondere zu Irland. Mittelfeldspieler Declan Rice bestritt drei Länderspiele für Irland, bevor er zu England wechselte, während der Vater von Englands Starstürmer und Kapitän Harry Kane in der Grafschaft Galway geboren wurde. Kane und Rice werden voraussichtlich beide im heutigen Spiel in Atlanta, Georgia, in der Startelf stehen – es ist das erste Mal seit 2002, dass England bei einer Weltmeisterschaft gegen Argentinien antritt. Jude Bellingham, ein weiterer Starspieler, hat ebenfalls irische Vorfahren.

Der Sieger des Spiels am Mittwoch trifft auf Spanien, das am Dienstagabend den Favoriten Frankreich mit 2:0 besiegte.

„Wer auch immer heute Abend gewinnt, im Finale steht eine starke europäische Mannschaft“, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor dem gestrigen Spiel in den sozialen Medien.

(bw)