Demonstranten unterstützen iranische Frauen mit Marsch durch Den Haag
Mehr als tausend Demonstranten kamen am Samstag in Den Haag zusammen, um ihre Unterstützung für iranische Frauen zu bekunden.
Mehr als tausend Demonstranten kamen am Samstag in Den Haag zusammen, um ihre Unterstützung für iranische Frauen zu bekunden.
Der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini am 16. September durch die iranische „Sittenpolizei“ löste einen Aufstand im Iran aus und sorgte im Westen für Empörung. Neben den Niederlanden haben sich auch andere Länder zu Wort gemeldet.
Die Abgeordnete der Grünen Farah Karimi und die ehemalige Vorsitzende der Arbeiterpartei Lilianne Ploumen gehörten zu den Organisatoren der Veranstaltung und forderten die niederländische Regierung auf, sich gegen das iranische Regime auszusprechen.
Die Demonstranten trugen Plakate mit der Aufschrift „Freier Iran“ und „Stoppt das Blutvergießen im Iran“ und riefen „Tod der Islamischen Republik“ auf Farsi, wie die niederländische Zeitung NL Times berichtet.
„Wir wissen, dass die Regierung alles tun wird, um an der Macht zu bleiben“, sagte Karimi während einer Rede auf der Demonstration, berichtete NL Times. Aktivisten müssten eine „gemeinsame Faust“ bilden, und dann könne „Hoffnung wahr werden“, fügte sie hinzu.
In Wien forderte die österreichische Regierung zusammen mit fünf anderen EU-Ländern, die Sanktionen gegen den Iran nach den Frauenprotesten und der anschließenden Unterdrückung der Regierung zu verlängern.
Die USA verhängten am 22. September Sanktionen gegen die iranische Sittenpolizei wegen des Vorwurfs des Missbrauchs iranischer Frauen.
Die Demonstranten in Den Haag fordern die Niederlande auf, sich in der EU und den Vereinten Nationen unter anderem für Sanktionen gegen das iranische Regime einzusetzen, den iranischen Botschafter zur Rede zu stellen und die Polizeibrutalität scharf zu verurteilen.