Deutschland und Frankreich einigen sich auf Konzept zur Stärkung von Investitionen

Deutschland und Frankreich haben sich auf ein gemeinsames Konzept zur Stärkung von Investitionen in Europa geeinigt. Der Deutsch-Französische Finanz- und Wirtschaftsrat begrüßt dabei das 315-Milliarden-Euro-Investitionspaket von Jean-Claude Juncker ausdrücklich.

Euractiv.de
Am 2. Dezember 2014 tagte der Deutsch- Französische Finanz- und Wirtschaftsrat zum 47. Mal. © dpa
Am 2. Dezember 2014 tagte der Deutsch- Französische Finanz- und Wirtschaftsrat zum 47. Mal. © dpa

Deutschland und Frankreich haben sich auf ein gemeinsames Konzept zur Stärkung von Investitionen in Europa geeinigt. Der Deutsch-Französische Finanz- und Wirtschaftsrat begrüßt dabei das 315-Milliarden-Euro-Investitionspaket von Jean-Claude Juncker ausdrücklich.

Investitionen seien ein Hauptantreiber für Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze, heißt es in einem am Dienstag verabschiedeten gemeinsamen Papier der Finanz- und Wirtschaftsminister beider Länder. Ausdrücklich begrüßt der deutsch-französische Finanz- und Wirtschaftsrat zudem den Investitionsplan der EU-Kommission über 315 Milliarden Euro.

Zudem streben beide Regierungen bis zum Jahresende eine Einigung über erste Schritte für eine Finanztransaktionssteuer in elf EU-Ländern an. Die Rolle des Euro als internationale Transaktionswährung wollen sie stärken.

Während ihrer bilateralen Gespräche sprachen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, ihre französische Amtskollegen, Finanzminister Michel Sapin und Wirtschaftsminister Emmanuel Macron, sowie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, und die Erste Stellvertretende Präsidentin der Banque de France, Anne Le Lorier, aktuelle Themen der Finanz- und Wirtschaftspolitik an.

Die vier Minister stimmten dem gemeinsamen Papier „Investitionen stärken, Europa voranbringen“ („Strengthening Investment, Advancing Europe„) zu.

Der „Deutsch-Französische Finanz- und Wirtschaftsrat“ wurde 1988 ins Leben gerufen. Dem Rat gehören die Minister für Finanzen und Wirtschaft und die Zentralbankpräsidenten der beiden Länder an. Mit dem Rat sollte in Vorbereitung der Europäischen Währungsunion die Deutsch-Französische-Zusammenarbeit in Währungs- und internationalen Finanz- und Wirtschaftsfragen gestärkt werden. Zwei historisch wichtige Entscheidungen wurden in dem Gremium vorbereitet: Die Einigung über den Stabilitäts- und Wachstumspakt und 1997 die Schaffung der Eurogruppe.