Donald Tusk verspricht: Polen wird reicher als Großbritannien

Polens Bruttoinlandsprodukt pro Kopf könnte in fünf Jahren höher sein als das des Vereinigten Königreichs, so die neuesten Daten der Weltbank. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk gelobte, am 20. Jahrestag von Polens EU-Mitgliedschaft, dies Realität werden zu lassen.

EURACTIV.pl
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"Und ich verspreche es: zum 25. Jahrestag werden die Polen reicher sein als die Briten. Es ist besser, in der Europäischen Union zu sein", schrieb der Ministerpräsident am Mittwoch auf X. [EPA-EFE/Pawel Supernak]

Polens Bruttoinlandsprodukt pro Kopf könnte in fünf Jahren höher sein als das des Vereinigten Königreichs, so die neuesten Daten der Weltbank. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk gelobte, am 20. Jahrestag von Polens EU-Mitgliedschaft, dies Realität werden zu lassen.

„Und ich verspreche es: zum 25. Jahrestag werden die Polen reicher sein als die Briten. Es ist besser, in der Europäischen Union zu sein“, schrieb der Ministerpräsident am Mittwoch (1. Mai) auf X. Als die Briten in einem knappen Referendum für den Austritt aus der EU stimmten, war er Präsident des Europäischen Rates.

Zum Zeitpunkt des Brexit-Referendums wurde Tusk, als EU-Ratspräsident, zu einer recht populären Persönlichkeit im Vereinigten Königreich. Dort wurde er als Gegenspieler der damaligen Premierministerin Theresa May dargestellt, die darum rang, einen Konsens zwischen den Argumenten Brüssels und den Anforderungen der nationalen politischen Szene zu finden.

Vor einem Jahr warnten Analysten der britischen Labour-Partei, dass das britische Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahr 2030 etwa 600 Dollar (562 Euro) unter dem polnischen liegen würde, wenn sich die derzeitigen Trends fortsetzen.

Das Vereinigte Königreich hinke hinterher, während seine europäischen Nachbarn reicher würden, sowohl im Osten als auch in Staaten wie Frankreich und Deutschland, argumentierte der Vorsitzende der Partei, Keir Starmer, damals.

Schon damals zitierte Starmer Daten der Weltbank, wonach das durchschnittliche Wirtschaftswachstum zwischen 2010 und 2021 für das Vereinigte Königreich 0,5 Prozent und für Polen 3,6 Prozent betragen würde. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf würde in beiden Staaten bei 45.000 Dollar (42.000 Euro) beziehungsweise 35.000 Dollar (33.000 Euro) liegen.

Seit dem Beitritt Polens zur EU im Jahr 2004 hat sich sein Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des polnischen Finanzministeriums verdoppelt.

Nach Angaben des Polnischen Wirtschaftsinstituts (PIE) ist das Bruttoinlandsprodukt Polens um 40 Prozent höher, als es wäre, wenn das Land kein Mitglied der EU wäre.

Nach Schätzungen der Credit Agricole Bank Polska wird das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Kaufkraftparität im Jahr 2033 99,6 Prozent des EU-Durchschnitts erreichen.

Im Jahr 2004 waren es nur 51,5 Prozent, der drittniedrigste Wert in der EU.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]