Historische Parlamentswahl in Gambia

880.000 Bürger des kleinen Staates Gambia im Westen Afrikas sind wahlberechtigt. Sie sind nun erstmals seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Yahya Jammeh zur Wahl aufgerufen.

Gambias früherer Präsident Yahya Jammeh  [Wikimedia]
Gambias früherer Präsident Yahya Jammeh [Wikimedia]

880.000 Bürger des kleinen Staates Gambia im Westen Afrikas sind wahlberechtigt. Sie sind nun erstmals seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Yahya Jammeh zur Wahl aufgerufen.

Erstmals seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Yahya Jammeh sind sind am Donnerstag im westafrikanischen Gambia Parlamentswahlen abgehalten worden. Rund 880.000 Bürger waren zu dem Wahlgang aufgerufen, die Wahllokale sollten bis 20.00 Uhr (22.00 MESZ) geöffnet sein.

Neun Parteien stellten Kandidaten für die 53 Parlamentssitze auf, die bei dem Wahlgang vergeben werden, fünf weitere Abgeordnete werden vom Präsidenten ernannt. Neuer Staatspräsident ist seit Januar Adama Barrow; Jammeh war im Dezember abgewählt worden, hatte sich dem aber zu widersetzen versucht.

Unter den am Donnerstag zur Wahl stehenden Parteien waren Jammehs APRC und die stärkste langjährige Oppositionspartei UDP sowie die von jungen Politikern geführte GDC, deren Chef Mama Kandeh bei der Präsidentenwahl als Dritter ins Ziel ging.

Zu dem Wahlgang begaben sich Beobachter der Afrikanischen Union, der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas und der Europäischen Union nach Gambia. Die Ecowas hatte mit einer Militärintervention dazu beigetragen, dass Jammeh abdanken musste und im Januar nach Äquatorialguinea ins Exil ging.