Zentrist Christodoulides gewinnt erste Runde der zypriotischen Wahlen
Der Zentrumskandidat Nikos Christodoulides gewann die erste Runde der zyprischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag mit 32,0 Prozent und besiegte damit Andreas Mavroyiannis, der 29,6 Prozent der Stimmen erhielt und im Wahlkampf von der linken Partei AKEL unterstützt wurde.
Der Zentrumskandidat Nikos Christodoulides gewann die erste Runde der zyprischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag mit 32,0 Prozent und besiegte damit Andreas Mavroyiannis, der 29,6 Prozent der Stimmen erhielt und im Wahlkampf von der linken Partei AKEL unterstützt wurde.
Der Kandidat der Mitte-Rechts-Partei DISY (EVP), Averof Neofytou, kam mit 26,1 Prozent auf den dritten Platz. Dies bedeutet, dass Christodoulides und Mavroyiannis in die Stichwahl am Sonntag, den 12. Februar, einziehen werden.
Nikos Christodoulides war Mitglied der DISY-Partei, wurde aber Anfang des Jahres nach der einseitigen Ankündigung seiner Präsidentschaftskandidatur aus der Partei ausgeschlossen.
Nur wenige Präsidentschaftswahlen in Europa sind so bedeutend wie jene in Zypern.
Das politische System des südeuropäischen Landes funktioniert ähnlich wie das der USA, mit einem dominanten Präsidenten, der das Land auch im Europäischen Rat vertritt, der gemeinhin als die mächtigste EU-Institution gilt.
Der Mitte-Rechts-Politiker Nicos Anastasiades (DISY-EVP) hat dieses Amt derzeit inne, darf aber nach zwei Amtszeiten bei der Wahl im Februar nicht mehr antreten.
Umfragen deuten darauf hin, dass Nikos Christodoulides, der von der DIKO (S&D-Fraktion im EU-Parlament), der EDEK (S&D-Fraktion im EU-Parlament), der KA (Teil der informellen EAFD-Euro-Partei) und der DIPA (Teil der ALDE-Euro-Partei) unterstützt wird, die zweite Runde mit 58,3 Prozent gewinnen wird, während 41,7 Prozent auf Mavroyiannis entfallen.
Der Kandidat der Linken hat jedoch noch nicht alle Hoffnung verloren, da sein Abschneiden in der ersten Runde in den Umfragen unterschätzt wurde, was bedeuten könnte, dass auch sein Abschneiden in der zweiten Runde in den Umfragen unterbewertet wird.
Die anderen Kandidaten haben in der ersten Runde schlecht abgeschnitten.
Dazu gehören der rechtsextreme ELAM-Vorsitzende Christos Christou (6,0 Prozent), der unabhängige zyprische Anwalt für Flüchtlingsrechte Achilleas Demetriades (2,0 Prozent), der Kandidat der Volt-Partei Constantinos Christofides (1,6 Prozent) und der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der DIKO-Partei George Colocassides (1,3 Prozent).
Andere Kandidaten erhielten weniger als ein Prozent der Stimmen.