EU-Abgeordnete drängen Serbien zur Aufhebung des EuroPride-Verbots

Abgeordnete verschiedener Fraktionen haben die serbischen Behörden aufgefordert, das Verbot des für September geplanten EuroPride-Marsches aufzuheben.

EURACTIV.rs | betabriefing.com
Brussels,,Belgium.,20th,Nov.,2018.,Plenary,Room,Of,The,European
Dem von 145 Parlamentsmitgliedern unterzeichneten Schreiben schlossen sich der EVP-Vorsitzende Manfred Weber und die Parlamentspräsidentin Roberta Metsola jedoch nicht an. [[Shutterstock/Alexandros Michailidis]]

Abgeordnete verschiedener Fraktionen haben die serbischen Behörden aufgefordert, das Verbot des für September geplanten EuroPride-Marsches aufzuheben.

Dem von 145 Parlamentsmitgliedern unterzeichneten Schreiben schlossen sich der EVP-Vorsitzende Manfred Weber und die Parlamentspräsidentin Roberta Metsola jedoch nicht an.

Der Brief, der am Mittwoch (31. August) an den serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić und die Premierministerin Ana Brnabić geschickt wurde, trägt die Unterschrift der Vorsitzenden von vier Fraktionen im Europäischen Parlament, der Sozialisten und Demokraten, der Grünen, der liberalen Renew Europe und der Linken.

Weber, der Chef der größten Fraktion im EP, der die serbische Fortschrittspartei als assoziiertes Mitglied angehört, war jedoch ebenso wenig unter den Unterzeichner:innen zu finden wie die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola.

Die Europride sollte vom 12. bis 18. September in Belgrad stattfinden. Viele LGBTI- und Menschenrechtsaktivisten sowie europäische Politiker:innen und Europaabgeordnete hatten ihren Besuch bereits angekündigt.