EU-Parlament: Rechtskonservative könnten drittstärkste Kraft werden

Die konservativ-nationalistische Fraktion der Europäische Konservativen und Reformer (EKR), die derzeit die sechste Kraft im Europäischen Parlament ist, rückt näher an die drittgrößte Fraktion mit 85 Sitzen heran, wie jüngste Prognosen für die nächsten Europawahlen 2024 2024 zeigen.

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European Conservatives and Reformists
Logo der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR). [Alexandros Michailidis/Shutterstock]

Die konservativ-nationalistische Fraktion der Europäische Konservativen und Reformer (EKR), die derzeit die sechste Kraft im Europäischen Parlament ist, rückt mit 85 Sitzen näher an die drittgrößte Fraktion Renew Europe heran, wie jüngste Prognosen für die nächsten Europawahlen 2024 zeigen.

Den Hochrechnungen zufolge liegt die EKR knapp hinter der liberalen Renew Europe, die 89 Sitze gewinnen würde, was einen Rückgang von 12 Sitzen gegenüber 2019 bedeutet.

Gleichzeitig wird erwartet, dass die Mitte-Rechts-Fraktion EVP und die Mitte-Links-Fraktion S&D ihre Führung mit 165 beziehungsweise 141 Sitzen behalten werden.

Die gemeinsame De-facto-Mehrheit mit Renew Europe würde jedoch schrumpfen, was der EKR als neuen Königsmacher mehr Einfluss bei der Entscheidungsfindung verschafft.

Auf EKR würden folgen die Rechtsaußen-Fraktion Identität und Demokratie mit 64 Sitzen, die Linksfraktion (51 Sitze) und die Grünen/EFA (49 Sitze), während 52 Sitze an fraktionslose Mitglieder und 11 Sitze an neue Parteien ohne Fraktionszugehörigkeit im Europäischen Parlament gehen würden.

Aus Deutschland sind CDU/CSU Mitglied der EVP, die SPD Mitglied der S&D-Fraktion, die Grünen Mitglied bei Grüne/EFA, die FDP Mitglied bei Renew Europe, die Linke Mitglied der Linksfraktion, und die AfD Teil von ID.