Europa Kompakt: EU-Ausbildungsmission für die Ukraine kommt

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Beim informellen Treffen der EU-Außenminister:innen in Prag hat man sich im Grundsatz auf eine Ausbildungsmission für ukrainische Streitkräfte geeinigt. 

„Alle Mitgliedstaaten sind sich darüber einig, dass die notwendigen Arbeiten zur Festlegung der Parameter für eine EU-Militärhilfe für die Ukraine in Angriff genommen werden sollten“, erklärte der EU-Chefdiplomat Josep Borrell.

Die genauen Details blieben zwar vage, allerdings hatte man in Brüssel schon seit dem Sommer 2021 an den Details und der möglichen Ausgestaltung einer solchen Mission gewerkelt.

Die “EU Military Advisory and Training Mission Ukraine“ (EUATM), die hoffentlich besser verläuft als die Ausbildungsmission der EU in Mali, soll laut Borrell die “die Grundlage für eine Armee schaffen, die kämpfen muss und noch lange kämpfen wird.”

Eine der Speerspitzen sind die Niederlande und Deutschland, die gemeinsam eine Schulung zur Minenräumung organisieren wollen.

Gemäß einem internen Dokument, das EURACTIV vorliegt, könnte der Start der Mission “Ende September/Anfang Oktober ins Auge gefasst werden.“

Zu den Aufgaben, die in dem Dokument aufgeführt sind, könnten spezielle Ausbildungen zur medizinischen Versorgung, Minenräumung, Ausbildung von Scharfschützen und Elitetruppen sowie zur Schulung von Personal, Unteroffizieren und anderen Dienstgraden gehören.

Den Artikel mit den Hintergründen dazu finden Sie hier.

Franzosen bewerten Erneuerbare zunehmend positiv.  Lange Zeit galt Frankreich als glühender Befürworter der Kernenergie, was oft auf Kosten des Erneuerbaren-Ausbaus ging. Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung identifizieren Erneuerbare inzwischen als Schlüssel zur Lösung der Energiekrise und mehr als 60 Prozent wünschen sich einen schnelleren Ausbau.

Finnlands größter Atomreaktor bereitet erneut Schwierigkeiten. Der größte finnische Kernkraftreaktor, Olkiluoto 3, hat aufgrund eines Turbinenausfalls einen Leistungsabfall verzeichnet. Die Gründe für die Störung werden derzeit untersucht.

Missbrauch von Überwachungstechnologien. In der gestrigen Sitzung des Pegasus-Untersuchungsausschusses des EU-Parlaments wurde die Frage der EU-Kompetenzen aufgeworfen. Denn laut Europol werden Ermittlungen nur dann eingeleitet, wenn ein Mitgliedsstaat dies veranlasst. Mindestens 14 Mitgliedsstaaten verwenden aber selbst die Pegasus-Spionagesoftware, weswegen viele auf externe Behörden und Regulierung pochen.

Ein neuer Entwurf für ein Mediengesetz, den das ukrainische Parlament gestern verabschiedet hat, könnte das Land einen Schritt auf dem Weg zum EU-Beitritt voranbringen. Neben der Regulierung von Online-Medien und großen Plattformen zielt der Gesetzentwurf auch darauf ab, die Befugnisse der Medienaufsichtsbehörde des Landes, des Nationalen Rates für Fernsehen und Rundfunk, zu erweitern. 

Brüssel lehnt Verkürzung von Schweinepest-Maßnahmen ab. Die EU-Kommission hat Deutschlands Ersuchen um ein vorzeitiges Ende der wegen Schweinepest-Ausbrüchen verhängten Sperrzone in Niedersachsen abgelehnt. Während das Bundesministerium die Entscheidung bedauerte, verwiesen Quellen innerhalb der Kommission auf ein anhaltend hohes Infektionsrisiko.

Vorschlag zu Vermeidung von Engpässen bei Medizinprodukten. Nachdem die EU-Gesundheitsminister:innen kürzlich infolge einer Reform des entsprechenden Rechtsrahmens vor möglichen Engpässen bei Medizinprodukten gewarnt hatten, hat die EU-Kommission nun Maßnahmen vorgelegt, um den Übergang zum neuen System zu erleichtern.

Albaniens Premier nennt EU-Impfpolitik “beschämend.” Der albanische Premierminister Edi Rama hat der EU mangelnde Solidarität vorgeworfen, was die Verteilung von Corona-Impfstoffen an die Nachbarstaaten der Union in der Anfangsphase der Pandemie angeht. Dies habe dazu geführt, dass sich beispielsweise Albanien stattdessen an die Türkei und Serbien an Russland und China gewandt habe, so Rama.

Russland steckt hinter Anti-Pride-Protesten in Belgrad, so der politische Analyst Dusan Janjić. Der Protest wurde von der russischen Bikervereinigung Nachtwölfe angeführt, weswegen Janjić davon ausgeht, der russische Militärgeheimdienst GRU stecke hinter der “Prozession zur Rettung Serbiens“ stecke. 

Frankreich setzt weiter auf Atomkraft, unterstützt Forderungen nach Strommarkt-Reform. Der EU-Strommarkt müsse „von Grund auf“ überarbeitet werden, sagte der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire und fügte am Dienstag hinzu, dass es keine Energiewende ohne Atomkraft gebe.

Spanien ist bereit, Deutschlands Energiebedarf zu decken. Dies erklärte Premierminister Pedro Sánchez am Dienstag gegenüber Bundeskanzler Olaf Scholz auf Schloss Meseberg, wo sie die Herausforderungen besprachen, vor denen Europa nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine steht.

Streitkräfte überwachen russische Kriegsschiffe vor irischen Küste. Die Flottille der russischen Marine, die sich in internationalen Gewässern, aber innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Irlands aufhielt, wurde von irischen, britischen und amerikanischen Streitkräften überwacht und ist bereits umgekehrt. 

Albaner und Nordmazedonier 2022 am häufigsten aus Deutschland abgeschoben. Zwischen Januar und Juni 2022 wurden 6.198 ausländische Staatsangehörige aus Deutschland abgeschoben, wobei Albaner und Mazedonier die Liste der Rückkehrer anführten. Albanien hält den Rekord für die meisten Asylbewerber:innen in EU-Ländern.

Versuchter Brandanschlag auf Kita mit ukrainischen Kindern. Am Wochenende versuchten bislang unbekannte Täter eine Kindertagesstätte in Leipzig in Brand zu setzen, wodurch Sachschäden entstanden, aber niemand verletzt wurde, so die Polizei. Ein politisch motiviertes Verbrechen könne nicht ausgeschlossen werden. 

Tschechische Ratspräsidentschaft will Visaliberalisierung für den Kosovo vorantreiben. In einem Interview mit EURACTIV Tschechien hob die Prager Botschafterin in Bosnien und Herzegowina, Ivana Hlavsová, auch weitere Ziele der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft in Bezug auf den Westbalkan hervor. 

Oktober als Frist zur Lösung der Kfz-Kennzeichenfrage im Kosovo, so EU-Vermittler. Eigentlich sollten schon ab dem 1. September alle Bürger:innen des Kosovo ein von den kosovarischen Behörden ausgestelltes Nummernschild tragen. Dies würde etwa 50.000 Kosovo-Serb:innen betreffen, die von Belgrad erlassene Nummernschilder besitzen und die kosovarischen Institutionen nicht als rechtmäßig anerkennen.

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    Ausschusssitzungen des Europäischen Parlaments.
    Armeniens Premierminister Nikol Pashinian und der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev treffen sich zu EU-vermittelten Gesprächen.
  • Deutschland: Bundeskabinett schließt zweitägige Klausur ab.
  • Frankreich: Präsident Emmanuel Macron trifft am Mittwochmorgen mit Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, zusammen.
  • UK: Kandidatinnen Liz Truss und Rishi Sunak besuchen die abschließenden Hustings für die Parteiführung der Konservativen.
    Postangestellte der Royal Mail streiken wegen der Löhne.
    25. Jahrestag des Todes von Diana, Prinzessin von Wales.
  • Tschechische Republik: Internationale Konferenz Forum 2000 zur Ukraine.
  • Russland: Nord Stream-Pipeline wegen Wartungsarbeiten eingestellt.
  • Ukraine: IKRK-Generaldirektor Robert Mardini gibt eine Pressekonferenz.
  • Afghanistan: Jahrestag des Abzugs der US-Truppen aus Afghanistan.
  • Indonesien: G20-Ministertreffen zum Thema Umwelt und Klima.