Europäisches "Wettbewerbslabor" soll die Kapitalmarktunion stärken

Spanien will ein "Wettbewerbslabor" starten und hat dazu die EU-Finanzminister zu einem informellen Treffen im März eingeladen, sagte der spanische Wirtschaftsminister am Dienstag im Rahmen eines Treffens der EU-Wirtschaft- und Finanzminister. Die neue Initiative soll die Europäische Kapitalmarktunion stärken. 

EURACTIV.es
Corps Chairs First Meeting Of The Sustainable Finance Council
Mehrere EU-Staaten hätten ihre Teilnahme bereits bestätigt, so Cuerpo. [Matias Chiofalo/Europa Press via Getty Images]

Spanien will ein „Wettbewerbslabor“ starten und hat dazu die EU-Finanzminister zu einem informellen Treffen im März eingeladen, sagte der spanische Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo am Dienstag im Rahmen eines Treffens der EU-Wirtschaft- und Finanzminister. Die neue Initiative soll die Europäische Kapitalmarktunion stärken. 

Madrid – Madrid möchte die europäischen Finanzminister in Valencia zusammenbringen, um das „Wettbewerbslabor“ vorzustellen. Bei dem Treffen sollen „erste Projekte auf den Weg“ gebracht werden und ein Fahrplan mit konkreten Zielen und einem klaren Zeitplan erstellt werden, berichtete die öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaft RTVE.

Die Idee eines Wettbewerbslabors hatte der spanische Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo erstmals im vergangenen Oktober bei einem Treffen der EU-Wirtschaftsminister in Luxemburg vorgestellt.

Ein zentrales Ziel ist, dass Gruppen von mindestens drei EU-Länder zusammenarbeiten und Projekte testen, um die Integration der europäischen Kapitalmärkte voranzutreiben – besonders vor dem Hintergrund, dass die EU-Mitgliedsstaaten bislang keinen Konsens gefunden haben.

Das erste Projekt soll die Schaffung einheitlicher Kreditrating-Standards für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sein, schlug der spanische Minister im Oktober vor. So sollen KMU einfacher Zugang zu Finanzierungen bekommen.

Der Vorschlag für das Treffen in Valencia sei sowohl von der Europäischen Kommission als auch von den anderen europäischen Wirtschafts- und Finanzministern „sehr positiv aufgenommen“ worden. Mehrere EU-Staaten hätten ihre Teilnahme bereits bestätigt, so Cuerpo.

[VB]