Französische Arbeiter streiken für mehr Lohn
Am Donnerstag haben die von den Gewerkschaften aufgerufenen Demonstranten einen Generalstreik durchgeführt, der zu Störungen auf den Bahnstrecken und in den Schulen führte.
Am Donnerstag haben die Gewerkschaften einen Generalstreik ausgerufen, der zu Störungen auf den Bahnstrecken und in den Schulen führte.
An den 200 erwarteten Kundgebungen hätten 40.000 Teilnehmer in Paris und mehrere Tausend in verschiedenen französischen Städten wie Marseille teilgenommen, erklärte eine der organisierenden Gewerkschaften, die CGT.
Auf den regionalen Bahnnetzen fuhren nur sechs von zehn Zügen, während die Hälfte der Intercity-Züge nicht verkehren konnte, weil ein Drittel der Bahnmitarbeiter streikte, so die Gewerkschaft CGT.
Auch die Schulen waren vom Streik betroffen. Nach Angaben des Bildungsministeriums streikten bis zum Mittag nur 10 Prozent der Beschäftigten in diesem Sektor, während die Gewerkschaften von 20 Prozent ausgingen.
Die Demonstranten richteten sich hauptsächlich gegen die jüngsten Gehaltserhöhungen für Lehrer, die sie für unzureichend halten, sowie gegen die Vorschläge der Regierung zur Rentenreform. Im Vorfeld der Wahlen hatte sich Macron dafür ausgesprochen, das Renteneintrittsalter auf 64 oder 65 Jahre anzuheben.
Weitere Streiks werden für die kommenden Wochen erwartet. Der Vorsitzende der radikalen Linkspartei La France Insoumise, Jean-Luc Mélenchon, wird in den kommenden Wochen einen „Marsch gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die Untätigkeit beim Klimaschutz“ organisieren, dem sich auch andere Mitglieder der Linkskoalition anschließen werden.