Griechenland prüft Aserbaidschan-Pipeline und LNG als Alternative zu Russland

Die griechische Regierung prüft die TAP-Gaspipeline und Flüssigerdgas (LNG), um die Lücke in der Energieversorgung zu schließen, so Premierminister Kyriakos Mitsotakis am Donnerstag.

EURACTIV Greece
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Mitsotakis wurde am Donnerstag vom Umwelt- und Energieministerium über die alternativen Szenarien im Falle einer reduzierten oder vollständigen russischen Gasabschaltung unterrichtet. [[EPA-EFE/STEPHANIE LECOCQ]]

Die griechische Regierung prüft die TAP-Gaspipeline und Flüssigerdgas (LNG), um die Lücke in der Energieversorgung zu schließen, so Premierminister Kyriakos Mitsotakis am Donnerstag.

Mitsotakis wurde am Donnerstag vom Umwelt- und Energieministerium über die alternativen Szenarien im Falle einer reduzierten oder vollständigen russischen Gasabschaltung unterrichtet.

Während des Briefings wurden alle Produktions-, Import-, Export- und Speicherdaten präsentiert. Regierungsquellen betonten, dass Griechenland im Vergleich zu anderen EU-Ländern in einer günstigeren Position sei.

Aus Regierungskreisen hieß es, dass in einem derart unbeständigen Umfeld keine sicheren Prognosen für die reine Energieversorgung und erst recht nicht für deren Auswirkungen auf die Wirtschaft gemacht werden können.

Zu den Szenarien, die seit Beginn der Krise auf dem Tisch liegen, gehört jedoch die Möglichkeit einer vollständigen Unterbrechung der russischen Gaslieferungen.

In diesem Fall würde die Versorgung des Landes durch die verbleibenden Pipeline-Gasverträge, vor allem durch die TAP-Pipeline, und durch verflüssigtes Erdgas aus Revithusa, wo für hohe Reserven gesorgt wurde, erhöht werden.

Das schwimmende Terminal für die Regasifizierung von Flüssigerdgas (FSRU) in Alexandroupoli wird voraussichtlich nicht vor Mitte 2023 in Betrieb gehen und kann daher die Energieversorgung Griechenlands und seiner Nachbarländer auf dem Balkan nicht verbessern.

In diesem Zusammenhang umfasst der Plan zur Steigerung der Energieversorgung die Wiederinbetriebnahme der Braunkohlekraftwerke der Public Power Corporation (PPC) und die Verwendung von Dieselöl anstelle von Erdgas in den 1,7 GW-Kraftwerken, die mit alternativen Brennstoffen betrieben werden können.

Außerdem wurde in Revithoussa ein neuer schwimmender LNG-Tank installiert, der die Lagerkapazität der Anlage von derzeit 225.000 auf über 380.000 Kubikmeter erhöht. Durch den zusätzlichen Tank wird auch die Flexibilität der LNG-Lieferkette erhöht.

Im Rahmen des Europäischen Gasversorgungsplans ist Griechenland außerdem verpflichtet, den Bedarf von Bulgarien und Rumänien gegebenenfalls durch Exporte zu decken.