Großbritannien: Keine 'Open-Door-Policy' für bulgarische und rumänische Arbeitnehmer [DE]
Die britische Regierung plant, striktere Regelungen für Arbeitnehmer aus Bulgarien und Rumänien nach dem Beitritt dieser Länder einzuführen als derzeit für die Bürger der Länder gilt, die zuletzt EU-Mitglieder wurden.
Die britische Regierung plant, striktere Regelungen für Arbeitnehmer aus Bulgarien und Rumänien nach dem Beitritt dieser Länder einzuführen als derzeit für die Bürger der Länder gilt, die zuletzt EU-Mitglieder wurden.
Britische Unternehmensführer haben am 19. August die Regierung aufgefordert, den zu erwartenden Strom an Arbeitnehmern aus Bulgarien und Rumänien zu drosseln. Sie äußerten die Befürchtung, dieser könne den öffentlichen Dienst und die Gemeinden überfordern.
Eine von der Sunday Times am 20. August veröffentlichte Meinungsumfrage ergab, dass 75% der britischen Bürger striktere Regelungen für bulgarische und rumänische Arbeitnehmer befürworten. Die beiden Länder werden voraussichtlich 2007 der Union beitreten.
Der britische Minister für Industrie und Handel, Alistair Darling, sagte gegenüber der BBC, dass Großbritannien keine Politik der offenen Tür gegenüber Arbeitnehmern aus der jetzigen Erweiterungsrunde plane, wie es der Fall war bei der Erweiterungsrunde 2004. Laut Darling, müsse Immigration „gut gemanagt“ werden.
Diese Entscheidung kommt nach der Erkenntnis, dass anstelle der erwarteten 13.000 Arbeitnehmer, seit 2004 mindestens 300.000 Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedstaaten nach Großbritannien gekommen sind.