Kann die EU das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten stoppen? [DE]

Auf mehreren in Brüssel organisierten Konferenzen wird diese Woche diskutiert, wie dem voranschreitenden Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 Einhalt geboten werden kann. Im Vordergrund steht der Beitrag der EU.

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Auf mehreren in Brüssel organisierten Konferenzen wird diese Woche diskutiert, wie dem voranschreitenden Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 Einhalt geboten werden kann. Im Vordergrund steht der Beitrag der EU.

Von Dienstag bis Freitag (30. Mai – 2 Juni) werden nun hochrangige Referenten , wie der WTO-Chef Pascal Lamy und der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Havel, über Maßnahmen beraten, welche das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten auf der Erde stoppen können.

Laut der Kommission, welche diese Konferenzen als Teil ihrer alljährlichen „Green Week“ organisiert hat, sind weltweit bereits zwei Drittel der Ökosysteme gefährdet.  In der EU sind 42 % der Säugetiere, 43 % der Vögel, 45 % der Schmetterlinge, 30 % der Amphibien, 45 % der Reptilien und 52 % der Süßwasserfische vom Aussterben bedroht (s. EURACTIV, 23. Mai 2006).

Die Diskussionsteilnehmer werden sich Fragen wie beispielsweise der Theorie des „ökologischen Fußabdrucks“ widmen, mit dessen Hilfe die benötigte Fläche auf der Erde berechnet wird, die notwendig ist, um den Lebensstandard eines Menschen dauerhaft zu ermöglichen.  Wie viel Land, Wasser und andere natürliche Ressourcen werden für unsere Lebensmittel, Wohnunterkünfte, Konsumgüter und Dienstleistungen benötigt?

Diese Berechnungen haben ergeben, dass die Industrienationen einen wesentlich größeren Fußabdruck auf der Erde hinterlassen als weniger entwickelte Länder. Und die Belastungen für das Ökosystem nehmen mit wachsender Weltwirtschaft stetig zu.  Könnten aber eine bessere Planung und neuere Technologien dieses Problem beheben?  Oder werden die Erfolge der Ökoeffizienz unweigerlich durch die rasant anwachsenden Bevölkerungszahlen und das rapide Wirtschaftswachstum von Staaten wie China oder Indien zunichte gemacht.