Kommission ruft Europäisches Rundfunknetz ins Leben [DE]
Die Kommission hat einen europaweiten multilingualen Rundfunkdienst ins Leben gerufen, der den Unionsbürgern EU-Nachrichten vermitteln soll.
Die Kommission hat einen europaweiten multilingualen Rundfunkdienst ins Leben gerufen, der den Unionsbürgern EU-Nachrichten vermitteln soll.
Bereits ab April 2008 werden 16 Rundfunkanstalten in 13 Ländern und zehn Sprachen auf Sendung gehen. Dies kündigte die Kommission am 26. Februar 2008 an. Ziel ist es, die Berichterstattung in den nächsten fünf Jahren schrittweise auf alle 23 offiziellen EU-Sprachen auszuweiten.
Die Kommission teilte mit, dass sie dem Projekt jährlich 5,8 Millionen Euro zur Verfügung stellen werde.
Die bei der Einweihung anwesende Vizepräsidentin der Kommission und für Kommunikation zuständige Margot Wallström, sowie die Intendanten der Deutschen Welle, von RFI und Radio Netherlands International, betonten die „einzigartige Erfahrung und die Bereicherung, die die aus verschiedenen Blickrichtungen erstellten Beiträge der Partner des Konsortiums bieten werden, damit die Bürger der 27 EU Mitgliedstaaten lebensnahe und gut dokumentierte Sendungen über Fragen zu Europa empfangen können“.
Das Projekt wird als zentraler Teil der neuen Kommunikationsstrategie der EU verstanden, die von Kommissarin Wallström 2005 ins Leben gerufen worden war. Sie wurde vor allem als Reaktion auf die Ablehnung der Europäischen Verfassung durch Frankreich und die Niederlande und mit der Absicht, das zunehmend mangelnde Vertrauen der Bürger in das EU-Projekt zu beheben, vorgebracht (EURACTIV vom 21. September 2005).
Für den Anfang erwartet die Kommission, in der EU ein Publikum von zwölf bis 19 Millionen Zuhörern täglich sowie weitere 30 Millionen im Rest der Welt zu erreichen. Das langfristige Ziel ist, die Größe des EU-Publikums auf rund 30 Millionen zu erhöhen.