Kommission will Chancengleichheit durchsetzen [DE]
Nach den Ergebnissen eines neuen Eurobarometer-Berichts wird die europäische Gesetzgebung zur Gleichbehandlung in den Mitgliedstaaten noch immer in unzureichendem Maße umgesetzt. Die Kommission will dies nun durch ein "Europäisches Jahr der Chancengleichheit für alle" ändern.
Nach den Ergebnissen eines neuen Eurobarometer-Berichts wird die europäische Gesetzgebung zur Gleichbehandlung in den Mitgliedstaaten noch immer in unzureichendem Maße umgesetzt. Die Kommission will dies nun durch ein „Europäisches Jahr der Chancengleichheit für alle“ ändern.
Fast zwei Drittel der Europäer denken, dass Menschen mit einer anderen Hautfarbe, Behinderte, Homosexuelle, ältere Menschen, Bürger mit einer anderen Religion und Frauen in ihren Ländern diskriminiert würden. Nach den Ergebnissen des Berichts ist eine andere ethnische Herkunft die häufigste Ursache für Diskriminierung. Die meisten Befragten gehen davon aus, dass Frauen heutzutage weniger diskriminiert werden.
Gleichzeitig denkt eine Mehrzahl der Europäer, dass gezielte Fördermaßnahmen ergriffen werden sollten, um Diskriminierungen in verschiedenen Bereichen ein Ende zu setzen. Zwischen 72 und 77% der Befragten sagten, dass eine größere Anzahl von Frauen auf Managerpositionen und in den Parlamenten sitzen und mehr Behinderte und ältere Menschen einen Arbeitsplatz haben sollten. Gleichzeitig sprach sich die Mehrheit gegen Abgeordnete aus, die einen vom Großteil der Bevölkerung abweichenden ethnischen Hintergrund haben.
Der Bericht verdeutlichte auch, dass europaweit das Bewusstsein über bestehende Gesetzgebung zur Gleichbehandlung nur gering ausgeprägt ist. Weniger als ein Drittel der europäischen Bevölkerung kennt ihre Rechte im Falle von Diskriminierung und noch weniger Menschen wissen, dass es Gesetze gibt, die Diskriminierung aufgrund des Alters oder der sexuellen Orientierung verbieten.
Das Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle zielt darauf ab, die europäischen Bürger über entsprechende Gesetze zu informieren und so den Weg zu einer umfassenden Anwendung der Gesetze zur Gleichbehandlung freizumachen.