Litauen schließt Macrons Idee von „Bodentruppen“ in der Ukraine nicht aus

Der leitende nationale Sicherheitsberater des litauischen Präsidenten, Kęstutis Budris, belebte eine alte Diskussion im Umgang mit dem Krieg in der Ukraine neu. Er griff die ehemalige Idee des französischen Präsidenten, Soldaten in die Ukraine zu entsenden, wieder auf.

EURACTIV.com
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Landsbergis (Bild) forderte die NATO kürzlich auf, die Entsendung von Truppen in die Ukraine in Betracht zu ziehen, da die Armee Nordkoreas möglicherweise auf russischer Seite in den Krieg verwickelt sein könnte. [EPA-EFE/DUMITRU DORU]

Der leitende nationale Sicherheitsberater des litauischen Präsidenten, Kęstutis Budris, belebte eine alte Diskussion im Umgang mit dem Krieg in der Ukraine neu. Er griff die ehemalige Idee des französischen Präsidenten, Soldaten in die Ukraine zu entsenden, wieder auf.

Der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis forderte kürzlich, die Idee des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Militärausbilder in die Ukraine zu entsenden, wieder aufzugreifen. Der leitende nationale Sicherheitsberater des Staatsoberhaupts, Kęstutis Budrys, erklärte am Mittwoch (23. Oktober), Litauen schließe eine solche Möglichkeit nicht aus.

„Wenn es notwendig sein wird, darüber [die Entsendung von Militär] zu sprechen, wird es diskutiert werden. Litauen schließt nichts aus“, sagte Budrys, wie Delfi berichtete.

Landsbergis forderte die NATO kürzlich auf, die Entsendung von Truppen in die Ukraine in Betracht zu ziehen, da die Armee Nordkoreas möglicherweise auf russischer Seite in den Krieg verwickelt sein könnte.

„Anfang des Jahres deutete Emmanuel Macron an, Bodentruppen einzusetzen. Ende des Jahres hat Nordkorea dies tatsächlich getan. Wir sind immer noch im Hintertreffen und reagieren auf Eskalationen, anstatt sie umzukehren. Macrons Ideen sollten jetzt wieder aufgegriffen werden, besser spät als nie“, postete Landsbergis am Sonntag (20. Oktober) auf X.

Darauf aufbauend erinnerte Budrys an die Grundsätze, die auf der Internationalen Konferenz über die Ukraine Anfang 2024 in Paris festgelegt wurden. Diese besagen, dass das getan werden soll, was die Ukraine am dringendsten benötigt. Dies solle laut Budrys von einer Gruppe gleichgesinnter Staaten getan werden, um eine greifbarere Wirkung zu erzielen. Zudem solle keine der in Betracht gezogenen Optionen ausgeschlossen werden.

Gleichzeitig betonte er, dass die Entsendung von Militärberatern in die Ukraine nicht dazu führen sollte, ein wichtigeres Thema zu umgehen: Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

Seine Aussagen spiegeln die Kontroverse wider, die durch Macrons Aussage auf einer internationalen Konferenz zur Ukraine im Februar in Paris ausgelöst wurde. Macron hatte erklärt, dass nichts in Bezug auf den Einsatz von Truppen in der Ukraine „ausgeschlossen“ worden sei.

Macron sagte später, Frankreich werde „niemals in die Offensive gehen“. Er bekräftigte jedoch sein Ziel, Russland den Krieg verlieren zu lassen.

Die meisten europäischen Staats- und Regierungschefs reagierten sehr zurückhaltend auf seine Worte. Sie versicherten Macron, dass sie nicht vorhätten, ihre Truppen in die Ukraine zu entsenden.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]