Luxemburg schickt trotz leerer Lagerbestände Waffen an Ukraine
Luxemburg schickt seit Kriegsbeginn Hilfsgüter in die Ukraine. Da es seine relativ begrenzten Militärvorräte bereits aufgebraucht hat, kauft das Land nun Waffen auf dem freien Markt, um die Ukraine weiterhin zu unterstützen.
Luxemburg hat kurz nach Beginn des Krieges in der Ukraine ein zweiköpfiges Team zusammengestellt, das regelmäßig die europäischen und US-amerikanischen Waffenmärkte durchkämmt, wie die New York Times kürzlich berichtete. Dabei steht es in engem Kontakt mit der ukrainischen Botschaft in Brüssel, um über die Bedürfnisse der ukrainischen Streitkräfte auf dem Laufenden zu bleiben.
Um die Ukraine zu unterstützen, hat Luxemburg bisher Munition und verschiedene kleinere Ausrüstungsgegenstände gekauft, größere allerdings noch nicht, erklärte Verteidigungsminister François Bausch gegenüber 100Komma7. Dazu hätten sie nicht die „nötige Expertise“, fügte er hinzu.
Bislang hat das kleine Team Material im Wert von 15 Millionen Euro erworben, das zum größten Teil bereits geliefert wurde.
Während Luxemburg in Bezug auf das Pro-Kopf-BIP unter den NATO-Mitgliedern den höchsten Rang einnimmt, steht es bei den Verteidigungsausgaben an letzter Stelle: weniger als 1 Prozent seines BIP fließt in Militärausgaben.
Obwohl Luxemburg derzeit weniger als 1.000 Soldaten zählt, versicherte Bausch, dass sein Land darauf abzielt, das NATO-Ausgabenziel von 2 Prozent in Zukunft zu erreichen.