Macron setzt auf Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten
Während seiner jährlichen Ansprache vor den französischen Botschaftern hat Präsident Emmanuel Macron ein düsteres Bild der Zukunft Europas gemalt: Die Bevölkerung schrumpfe, der Wohlstand sinke und der europäische Anteil am internationalen Handel werde immer kleiner.
Während seiner jährlichen Ansprache vor den französischen Botschaftern hat Präsident Emmanuel Macron ein düsteres Bild der Zukunft Europas gemalt: Die Bevölkerung schrumpfe, der Wohlstand sinke und der europäische Anteil am internationalen Handel werde immer kleiner.
Um dem steigenden Verlust an internationaler Bedeutung entgegenzuwirken, beschwor Macron nicht nur eine Stärkung der NATO, die er immerhin 2019 noch als „hirntot“ bezeichnet hatte, sondern auch eine institutionelle Reform der EU.
Anders als Deutschland, das sich die Reform der EU ebenfalls auf die Fahnen geschrieben hatte, ist Macron allerdings für ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten offen.
„Das Herz Europas muss stärker integriert werden, wenn wir die heutigen Herausforderungen bewältigen wollen“, sagte er. Daher müsse man „mutig genug“ sein, um „eine stärkere Integration in bestimmten Politikbereichen und vielleicht in verschiedenen Geschwindigkeiten“ zu akzeptieren.
Die Idee, dass nur ein Teil Europas voranschreiten und sich stärker integrieren könnte, während der Rest zurückbliebt, hat die deutsche Bundesregierung bislang strikt abgelehnt. Ob Macrons Vorstoß hieran etwas ändert, bleibt abzuwarten.
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