Mittel- und osteuropäische EU-Staaten zögern bei Arbeitsmarktöffnung [DE]

Die Regierungen der mittel- und osteuropäischen EU-Staaten wollen sich nicht auf eine Zusage festlegen lassen, ihre Grenzen ab dem 1. Januar 2007 für Arbeitnehmer aus Bulgarien und Rumänien zu öffnen.

Die Regierungen der mittel- und osteuropäischen EU-Staaten wollen sich nicht auf eine Zusage festlegen lassen, ihre Grenzen ab dem 1. Januar 2007 für Arbeitnehmer aus Bulgarien und Rumänien zu öffnen.

Voraussichtlich werden die Staaten, die bereits Beschränkungen für die acht Mittel- und Osteuropäischen Mitgliedstaaten eingeführt haben – u.a. Deutschland, Österreich und Dänemark – diese Politik weiterführen. EU-Mitgliedstaaten, die ihren Arbeitsmarkt für die neuen Mitglieder geöffnet haben, diskutieren derzeit ob sie diese Öffnung auf Bulgarien und Rumänien ausweiten sollen (siehe EURACTIV 28. Juli 200622. August 2006 und 23. August 2006).

Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob die mittel- und osteuropäischen Mitgliedstaaten, die einen gemeinsamen europäischen Arbeitsmarkt bisher stark befürwortet haben, diese Position angesichts der bevorstehenden Erweiterung beibehalten werden. In einigen der neuen Mitgliedstaaten herrscht in bestimmten Branchen ein akuter Mangel an Arbeitskräften – vor allem in den Branchen, in denen viele Arbeitnehmer nach Westeuropa ausgewandert sind – und das Lohnniveau liegt, obgleich niedriger als in den alten Mitgliedstaaten, wesentlich höher als in Rumänien und Bulgarien.