NATO nicht vorbereitet für (unwahrscheinlichen) Krieg

EURACTIV.com
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Die Impfung der NATO-Angestellten in Brüssel werde drei Tage dauern, kündigte der verantwortliche Minister Michał Dworczyk an. [Shutterstock]

Die NATO-Mitglieder sind schlecht vorbereitet, sollte es zu einem größeren Konflikt  mit Russland kommen, so ein Bericht der schwedischen Verteidigungsforschungsagentur (FOI), der vergangene Woche veröffentlicht wurde und die militärische Stärke der Allianz und ihrer Partner im Vergleich zu Russland bewertet.

Dem Bericht zufolge könnte Russland die baltischen Staaten innerhalb weniger Tage „überrennen“, da die NATO zu lange für Verteidigung und Gegenschläge brauchen würde. Russland hätte im Baltikum einen klaren Vorteil, da die NATO-Streitkräfte zu weit verstreut und „zu unterschiedlich in ihren militärischen Fähigkeiten“ seien. Darüber hinaus seien die gemeinsame Ausbildung und Übungen der westlichen Armeen unzureichend.

Allerdings könne diese Situation durch „relativ begrenzte und kostengünstige Maßnahmen“ erheblich verbessert werden.

Im Bericht wird freilich auch betont, dass ein solcher bewaffneter Angriff Russlands gegen NATO-Mitglieder, Partner oder andere EU-Staaten aktuell höchst unwahrscheinlich sei.

Des Weiteren wird im Bericht festgestellt, dass die Klausel zur gegenseitigen Verteidigung im EU-Vertrag von Lissabon „eine rein politische Erklärung bleibt, der es an angemessener Planung oder militärischen Strukturen für die Verteidigung gegen einen bewaffneten Angriff mangelt.“

In Bezug auf die Nicht-NATO-Mitglieder Schweden und Finnland könnte Russland indes versuchen, eine Einmischung dieser Länder oder deren Teilnahme an NATO-Operationen durch die Androhung militärischer Maßnahmen zu verhindern, so das FOI abschließend.