Neue Studie beurteilt positive Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen von REACH [DE]
Durch die geplante neue Chemikalienverordnung REACH könnten die Staaten von Einsparungen in Milliardenhöhe profitieren, unter anderem im Wasser- und Abwasserbereich.
Durch die geplante neue Chemikalienverordnung REACH könnten die Staaten von Einsparungen in Milliardenhöhe profitieren, unter anderem im Wasser- und Abwasserbereich.
Der lang anhaltende Streit über Kosten und Nutzen des REACH-Vorschlags hat mit der Veröffentlichung einer Folgenabschätzung unabhängiger Wissenschaftler am 15. Februar neuen Input bekommen.
Die Studie wurde im Auftrag der Generaldirektion Umwelt der Kommission von der Forschungs- und Beratungsfirma DHI Water & Environment durchgeführt und kommt zu dem Ergebnis, dass mit REACH bis 2017 Einsparungen in Höhe von mindesten € 150 – 500 Million möglich seien. Bis 2041 könnten sich die Ersparnisse auf € 8,9 Mrd. belaufen, hauptsächlich durch „Trinkwasseraufbereitung, Entsorgung ausgekiesten Schichtgesteins und Abwasserverbrennung“.
Für die Berechnungen wurden laut der Wissenschaftler handfesten Daten sowie „gut dokumentierte Kostenanalysen“ genutzt. Sie beruhten auf der Annahme, dass der potentielle Nutzen von REACH lediglich 10 % der Gesamtkosten ausmachen würde.
Weniger verlässliche Szenarien wurden ebenfalls untersucht. Eines basierte auf der Bereitschaft der Verbraucher , für saubereres Wasser oder die Bekämpfung gesundheitlicher Auswirkungen durch die chemische Verschmutzung zu zahlen. Ein anderes Szenario befasste sich mit anderen bekannten Substanzen (z.B. Trichlorobenzene, Nonylphenol und Tetrachloroethylene), deren Einsatz aber bereits eingeschränkt wurde, um ähnliche Fehler zu vermeiden. Die gewonnen Ergebnisse wurden aber als zu unsicher beurteilt.