Parlament gibt Hedgefondsregeln grünes Licht
Das Europäische Parlament stimmte gestern (11. November) neuen Regeln zu, um ab 2013 die Manager von Hedgefonds und Private Equity-Gruppen zu regulieren. Damit gehen lange und erbitterte Verhandlungen darüber zu Ende, wie harsch das neue Regime sein sollte.
Das Europäische Parlament stimmte gestern (11. November) neuen Regeln zu, um ab 2013 die Manager von Hedgefonds und Private Equity-Gruppen zu regulieren. Damit gehen lange und erbitterte Verhandlungen darüber zu Ende, wie harsch das neue Regime sein sollte.
Das Parlament stimmte mit überwältigender Mehrheit für die neuen Regeln, mit 513 Stimmen, 92 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen.
Das Paket war bereits informell mit den EU-Mitgliedsstaaten vereinbart worden, die gemeinsam mit dem Parlament über die neuen Regeln entscheiden.
Dies markiert den ersten Satz an EU-Regeln, der den Sektor direkt reguliert, welcher, obwohl er nicht weithin als Grund für die Finanzkrise gesehen wird, trotzdem als zu undurchsichtig und unreguliert befunden wird.
Manager von alternativen Investmentfonds, die auch Immobilien beinhalten, müssen sich registrieren, um in der EU tätig zu sein, Daten an ihre Vorgesetzten weiterleiten und Kapitalanforderungen erfüllen.
Das EU-Parlament stärkte die Vorschläge, indem es Regeln zur Bezahlung und Einschränkungen bei der Zerschlagung von Unternehmen in den Private Equity-Sektor einführte, um Fonds daran zu hindern, Unternehmen nur kurzfristig aufzukaufen.
Das neue Regime arbeitet zusammen mit den weltweiten Bemühungen, alle Teile der Finanzmärkte durchsichtiger zu machen. Die USA haben ähnliche Regeln zur Registrierung und Berichterstattung erlassen, aber die der EU gehen weiter.
Der Großteil des EU-Sektors von Hedgefonds und Private Equity-Fonds ist in Großbritannien ansässig. Das Land war in langwierige Verhandlungen mit Frankreich verwickelt, das ein harscheres Regime für Manager von außerhalb der EU wünschte.
(EURACTIV mit Reuters, übersetzt aus dem Englischen von EURACTIV.)