Polen verlagert Patriot-Raketen nach Warschau

Polen hat seine Patriot-Boden-Luft-Raketensysteme auf einen Militärflugplatz im Westen Warschaus verlegt, wo sie nach Angaben von Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak bis auf weiteres im Rahmen der Ausbildung polnischer Truppen verbleiben werden.

EURACTIV.pl
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Die polnischen Patriot-Raketen, die auf dem Warschauer Militärflughafen Bemowo stationiert werden sollen, werden eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung" der polnischen Luftabwehrkräfte spielen, twitterte Błaszczak. [Shutterstock/Mike Mareen]

Polen hat seine Patriot-Boden-Luft-Raketensysteme auf einen Militärflugplatz im Westen Warschaus verlegt, wo sie bis auf Weiteres im Rahmen der Ausbildung polnischer Truppen verbleiben werden.

Der Kauf von zwei MIM-104 Patriot-Batterien des amerikanischen Unternehmens Raytheon durch Polen ist Teil eines größeren Pakets von Transaktionen im Rahmen des Luftverteidigungsprogramms der polnischen Wisła-Armee. Die geschätzten Kosten für die Batterien belaufen sich auf etwa 4,2 Milliarden Euro.

Die polnischen Patriot-Systeme, die auf dem Warschauer Militärflughafen Bemowo stationiert werden sollen, werden eine „entscheidende Rolle bei der Ausbildung“ der polnischen Luftabwehrkräfte spielen, twitterte Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak Błaszczak.

Die polnische Regierung hat 2018 einen Vertrag über zwei Patriot-Batterien mit über 200 Raketen unterzeichnet. Das erste System erreichte das Land Ende 2022, die zweite wird voraussichtlich noch in diesem Jahr geliefert, wie die Nachrichtenagentur WNP berichtet.

Mit der Anschaffung der Patriot-Systeme schließt sich Polen den USA, den Niederlanden, Deutschland, Japan und Italien an und ist damit das sechste Land, das auf das von den USA produzierte System setzt, so WNP.

Polnische Soldaten werden derzeit für die Bedienung des neuen Geräts ausgebildet. Im Jahr  2024 sollen sie einsatzbereit sein.