Polnische Städte mit schlechtester Luft in der EU
Die südpolnische Stadt Nowy Sącz hat die schlechteste Luftqualität in der gesamten Europäischen Union. Das geht aus einem Ranking der Europäischen Umweltbehörde (EEA) hervor.
Die südpolnische Stadt Nowy Sącz hat die schlechteste Luftqualität in der gesamten Europäischen Union. Das geht aus einem Ranking der Europäischen Umweltbehörde (EEA) hervor, die kürzlich ihren City Air Quality Viewer vorgestellt hat.
Weitere vier polnische Städte sind demnach unter den zehn am stärksten verschmutzten Städten innerhalb der Union.
Die Liste der insgesamt 323 überprüften EU-Städte wurde auf der Grundlage der durchschnittlichen Feinstaubbelastung (PM2.5) der vergangenen zwei Jahre erstellt. In Nowy Sącz wurde dabei eine Jahresmittelkonzentration von 27,3 μg/m3 PM2,5 festgestellt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ein Maximum von zehn Mikrogramm pro Kubikmeter.
Darüber hinaus wurde keine polnische Stadt in Sachen Luftqualität als „gut“ eingestuft. Insgesamt wird 27 polnischen Städten – darunter Warschau, Breslau, Krakau, Posen, Lodz und Siedlce – eine schlechte Luftqualität attestiert.
Nach Ansicht von Expert:innen ist die größte Ursache für das Problem das Heizen von Häusern, wobei viele Menschen in Polen nach wie vor Kohle in Haushaltsöfen verbrennen. Hinzu kommen unzureichende Anti-Smog-Maßnahmen auf nationaler und lokaler Ebene.
Das von der Regierung im Jahr 2018 angekündigte „Programm für saubere Luft“ sieht vor, dass bis 2028 alle derartigen alten Kohleöfen aus den Haushalten entfernt werden. Aktuell gibt es allerdings immer noch 3 bis 3,5 Millionen davon im Land.