„Polnisches Meer“: Tusk kündigt Sicherheitsmaßnahmen und Hafenausbau in der Ostsee an

Der polnische Premierminister Donald Tusk stellte am Donnerstag einen kühnen Plan zur Erhöhung der Sicherheit in der Ostsee und zum Ausbau der polnischen Häfen vor.

EURACTIV.com
11th International Maritime Congress in Szczecin
Laut Tusk müsse "alles auf und über dem Meer so sicher wie möglich gemacht werden". [EPA-EFE/LECH MUSZYNSKI POLAND OUT]

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk kündigte am Donnerstag auf einer maritimen Konferenz einen neuen Plan zur Stärkung der Sicherheit in der Ostsee an. Zudem sollen die Häfen des Landes ausgebaut werden.

Das Programm mit der Bezeichnung „Polnisches Meer“ zielt darauf ab, die regionalen Gewässer zu schützen und das Frachtaufkommen in den polnischen Häfen bis 2030 zu verdreifachen.

Laut Tusk müsse „alles auf und über dem Meer so sicher wie möglich gemacht werden“. Trotz der Proteste lokaler Gemeinden verkündete Tusk, dass ein neues Containerterminal in Świnoujście, nahe der deutschen Grenze, gebaut werden soll. „Niemand wird es blockieren – seien Sie versichert“, sagte er.

Die Initiative ist eine Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Moskau und umfasst die Schaffung einer koordinierten, von der NATO unterstützten „Baltic Watch“, die bei der Überwachung der regionalen Gewässer helfen soll.