Prodis Wahlsieg in der Schwebe [DE]

Der Wahlausgang in Italien ist immer noch offen. Romano Prodi beansprucht den Sieg zwar für sich, gleichzeitig fordert Berlusconi jedoch eine Neuauszählung der Stimmen.

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Der Wahlausgang in Italien ist immer noch offen. Romano Prodi beansprucht den Sieg zwar für sich, gleichzeitig fordert Berlusconi jedoch eine Neuauszählung der Stimmen.

Der Ausgang des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen den beiden Rivalen ist auch am Morgen danach (11. April) offen. 

Romano Prodis “Unione” hat wohl eine hauchdünne Mehrheit im Abgeordnetenhaus erringen können, wo sie mit 49,8 % um 0,1 % vor Berlusconis Regierungskoalition liegt. Trotz des verschwindend geringen Vorsprungs würde sie damit 340 Sitze erhalten, Berlusconis Bündnis 277 Sitze. Zwölf Sitze sind für Vertreter der Italiener, die ihre Stimme im Ausland abgegeben haben, bestimmt. 

Wer im Senat wie viele Sitze erhalten wird, ist noch unklar. Das Bündnis von Berlusconi scheint auf 50,2 % (155 Sitze) und Prodis “Unione” auf 48,9 % der Stimmen (154 Sitze) zu kommen. Sechs Sitze werden nach dem Ergebnis der Stimmenabgabe im Ausland vergeben. Diese Stimmen sind jedoch noch nicht ausgezählt worden. Sollte sich die Mehrheit für Berlusconi im Senat bestätigen, würde dies bedeuten, dass es aufgrund der unterschiedlichen Mehrheitsverhältnisse sehr schwer werden dürfte, Gesetze zu verabschieden. Für den Fall scheinen Neuwahlen daher wahrscheinlich. 

Die Wahlbeteiligung war sehr hoch: 83,6 % der 47 Millionen italienischen Wähler gaben ihre Stimmen ab.