Le Pen trifft Putin - Rückenwind für den Wahlkampf?
Die französische Rechtsextremistin Marine Le Pen hat den russischen Präsidenten im Kreml besucht - und bekommt im Wahlkampf nun möglicherweise Stärkung.
Die französische Rechtsextremistin Marine Le Pen hat den russischen Präsidenten im Kreml besucht – und bekommt im Wahlkampf nun möglicherweise Stärkung.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die französische rechtsextremistische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen im Kreml empfangen.
Putin sagte am Freitag, die Regierung in Moskau habe das Recht, alle französischen Politiker zu treffen.
„Ich weiß natürlich, dass der Wahlkampf in Frankreich läuft“, sagte Putin. „Wir wollen keineswegs Einfluss auf Entwicklungen nehmen, aber wir behalten uns das Recht vor, mit den Repräsentanten aller politischer Kräfte eines Landes zu sprechen.“
Le Pen in erster Wahlrunde vorn
Le Pen hatte Putin wiederholt gelobt. Über eine finanzielle Unterstützung für Le Pens rechtsextremen Front National sei nicht gesprochen worden, sagte Putins Sprecher.
Ein Treffen mit Putin könnte dazu beitragen, ihr außenpolitisches Format zu schärfen. Die Politikerin liegt zwar in Frankreich Umfragen zufolge in der ersten Runde der Wahl vorne, doch aus dem Ausland wird sie nur von rechten Parteien unterstützt. In der zweiten Wahlrunde dürfte sie gegen den pro-europäischen Kandidaten Emmanuel Macron verlieren.