Ramstein-Treffen begründet globale "Kontaktgruppe" zur Unterstützung der Ukraine
Washington kündigte am Dienstag an, es werde monatlich Gespräche mit Verbündeten innerhalb und außerhalb der NATO in Deutschland führen, um die ukrainische Verteidigungskapazitäten im Kampf gegen die russische Invasion zu stärken.
Washington kündigte am Dienstag an, regelmäßige Gespräche mit Verbündeten innerhalb und außerhalb der NATO in Deutschland zu führen, um die ukrainische Verteidigungskapazitäten im Kampf gegen die russische Invasion zu stärken.
Ziel der Gespräche, die auf dem deutschen Luftwaffenstützpunkt Ramstein stattfanden, war es, die derzeitige russische Offensive in der Ostukraine zu bewerten und zu erörtern, wie kontinuierliche Sicherheitsunterstützung für die Ukraine gewährleistet werden kann. Außerdem wurde die Frage diskutiert, wie die langfristige Sicherheit der Ukraine und eine Verteidigung des Landes nach Kriegende sichergestellt wird.
Nach Angaben der Organisator:innen nahmen mehr als 40 Länder teil. Ein Blick in den Sitzungssaal zeigte, dass vor allem Länder aus Europa, aber auch darüber hinaus vertreten waren, darunter Israel, Australien, Kenia und Tunesien, während Vertreter aus Südkorea und Japan virtuell anwesend waren. Alle EU- und NATO-Mitglieder nahmen an dem Gespräch teil.
Das Treffen stellt einen Wendepunkt in den Konsultationen zwischen den westlichen Verbündeten dar, die sich zu einer indirekten Militärkoalition entwickelt haben.
Berichten zufolge gab die Ukraine auch Auskunft über ihren Verteidigungsbedarf und gab an, Artillerie, Drohnen und Panzern bis hin zu Schiffsabwehrraketen und Kampfflugzeugen zu benötigen.
„Wir brauchen Waffen. Moderne Waffen. Eine große Anzahl moderner schwerer Waffen“, twitterte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksii Reznikov nach den Gesprächen.
Nach dem Treffen erklärte Austin gegenüber Reportern, dass das Forum als monatliche „Kontaktgruppe“ fortgesetzt werde, die den Verteidigungsbedarf der Ukraine erörtern werde. Dies kann als Zeichen dafür gesehen werden, dass Kiew eine längere militärische Auseinandersetzung mit Russland bevorstehe.
„Wir wollen es Russland schwerer machen, seine Nachbarn zu bedrohen“, sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin.
Bei den Gesprächen sagten die Verbündeten zu, das ukrainische Militär in dieser nächsten Phase des Krieges und langfristig zu unterstützen, darunter auch Deutschland, das erstmals die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine ankündigte.
„Wir haben gestern beschlossen, dass Deutschland die Lieferung von selbstfahrenden Gepard-Flugabwehrkanonen an die Ukraine unterstützen wird“, sagte die deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht in Ramstein.
Deutschland hat auch Kontakt zu den Osteuropäern gesucht und zugesagt, dafür zu sorgen, dass die militärischen Bestandslücken der osteuropäischen Länder, die ihre sowjetische Ausrüstung an die Ukraine liefern, durch Ausrüstung nach NATO-Standard ersetzt werden.
[Bearbeitet von Georgi Gotev]